Nikola Vasilj pariert gegen Unions Schäfer

Mit dieser Parade gegen András Schäfer rettete Nikola Vasilj St. Pauli das Remis in Berlin. Foto: imago/Jan Huebner

„Können darüber lachen“: St. Paulis Vasilj zwischen Patzern und Helden-Rolle

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Es ist eine Phase seines Lebens, die er gewiss niemals vergessen wird. Während viele Menschen darben angesichts dessen, was gerade alles passiert in dieser Welt, reiht sich bei St. Paulis Torwart ein großartiges Ereignis an das nächste. Entsprechend fröhlich präsentierte sich Nikola Vasilj auch nach dem 1:1 beim 1. FC Union Berlin den Medienvertretern.

„Mit unserer Performance war ich nicht zufrieden, aber mit dem Punkt können wir schon glücklich sein“, brach der 30-Jährige die 95 Minuten von Köpenick in einem Satz herunter. Dabei hatte Vasilj einmal mehr großen Anteil daran, dass St. Pauli nicht mit leeren Händen den Heimweg antreten musste. Wobei er zwei seiner Heldentaten zugegebenermaßen selbst provoziert hatte.

St. Paulis Nikola Vasilj patzt und pariert doppelt

„Es war sehr unnötig und ich hätte die sichere Option wählen sollen und den Ball lang spielen“, gestand Vasilj in Bezug auf den krassen Fehlpass im Aufbau, der Union in Person von András Schäfer und Oliver Burke gleich zwei Mal die Chance zum möglichen Siegtreffer gegen St. Pauli geboten hatte. „Am Ende war es nicht so schlau, aber ich hatte Glück, dass ich die Schüsse gehalten habe, also können wir jetzt darüber lachen.“


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St. Paulis Nikola Vasilj in Bosnien ein Volksheld

Lachen ist überhaupt ein großer Bestandteil seines Daseins dieser Tage. Zunächst einmal hatte er unlängst preisgegeben, dass er im Juni erstmals Vater werden würde. Dann folgte in der vergangenen Woche der WM-Wahnsinn, als er mit Bosnien-Herzegowina zunächst in Wales und dann auch im entscheidenden Match zu Hause gegen Italien im Elfmeterschießen gewann. St. Paulis Torhüter wird also zur Weltmeisterschaft fahren und hat das alles irgendwie noch gar nicht wirklich realisieren können.

Jetzt will Nikola Vasilj den Klassenerhalt mit St. Pauli

„Das ist vielleicht etwas, das einmal im Leben passiert“, schwelgte er in Gedanken, „und ich war sehr stolz, dass ich ein Teil davon war.“ Es sei einfach „ein unglaublicher Moment“ gewesen, mit all den Fans und seinen Mitspielern in seinem Heimatland die WM-Teilnahme feiern zu dürfen. „Wir haben eine unglaubliche Performance gezeigt, wir haben mit Herz gespielt und es war verdient. Aus meiner Sicht sehr verdient, dass wir uns qualifiziert haben. Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben durfte.“

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Es soll nicht die letzte Party vor dem großen Turnier im Sommer gewesen sein. „Der volle Fokus liegt auf St. Pauli und dem Unternehmen Klassenerhalt“, untermauerte Vasilj, dessen persönliche Zukunft auch ein wenig von der Ligazugehörigkeit der Braun-Weißen abhängt. Nur wenn der Kiezklub drinbleibt, bleibt der Schlussmann sicher bei St. Pauli. Ginge es zurück ins Unterhaus, hätte sein Arbeitspapier keine Gültigkeit mehr. Aber derlei Szenarien passen derzeit gar nicht ins sonnendurchflutete Leben des Nikola Vasilj, der mit seiner Aura und Energie die ganze Mannschaft mitreißt.

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