Keine Guilavogui-Rückkehr zu St. Pauli! Stürmer hat wohl neuen Klub
Nein, der Profi-Fußball ist keine gute Adresse für Sentimentalitäten oder zwischenmenschliche Wärme. War er nie, ist er nicht und wird er niemals werden. Das beste Beispiel hierfür ist das komplette Treiben rund um die Personalie Morgan Guilavogui in den vergangenen acht Monaten mit der Aktualität als schwer unromantisches Ende: Der 27-Jährige wird nicht zum FC St. Pauli zurückkehren. In Lens bleiben aber wird er auch nicht.
Andreas Bornemann ist sehr im Hier und Jetzt zu Hause. Der Kiezklub-Sportchef weiß, wie es läuft, wenn – wie so oft – der schnöde Mammon den Ausschlag geben wird für die Zukunft eines Menschen, der sich für einen Job im professionellen Fußball entschieden hat. Darum hat der 54-Jährige auch immer auf die Bremse getreten, als es darum ging, Morgan Guilavogui zurück zu Braun-Weiß holen zu wollen. Es müsse sehr viel zusammenkommen, damit das realisierbar werden könne, hatte er gesagt – und recht behalten. Denn es ist zwar einiges zusammengekommen, aber nicht genug.
St. Pauli-Wunschkandidat nicht im Lens-Kader
In Lens, das weiß man längst, hatte Guilavogui trotz Tabellenführung in Frankreichs Ligue 1 nur überschaubar viel Freude, weil wenig Einsatzzeit. Beim 1:3 im Spitzenspiel in Marseille hatte er dann entgegen der sonstigen Gepflogenheiten im Kader gefehlt, was ein klares Zeichen dafür war, dass RC mit dem Thema abgeschlossen hat. Das war die erste Voraussetzung dafür, Guilavogui wieder bei St. Pauli ins Spiel bringen zu können. Die zweite war die finanzielle Machbarkeit – und da blieb bis zum Ende eine nicht überbrückbare Differenz.

St. Pauli wollte Guilavogui, Guilavogui wollte zu St. Pauli, tatsächlich aber wird er, das berichten mehrere Medien, zu Real Salt Lake wechseln. In die nordamerikanische MLS. So sie ihn denn in die USA einreisen lassen, mit seiner Vergangenheit bei einem politisch links einzuordnenden Verein…
Morgan Guilavogui vor Wechsel zu Real Salt Lake City
Guilavogui war für – so schreibt es „The Athletic“ – eine Ablösesumme von rund fünf Millionen US-Dollar zu haben, also umgerechnet irgendwas um die 4,5 Millionen Euro. Vielleicht ist es auch ein bisschen mehr. In jedem Fall zu viel für einen Verein wie die Hamburger.
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Die befinden sich längst auf der Suche nach (bezahlbaren) Alternativen und sind, so spricht man in der Gerüchteküche, kurz davor, fündig zu werden. Damit wäre die Liaison zwischen Morgen Guilavogui und dem FC St. Pauli final zu einem Ende gekommen, obwohl es beide Seiten sehr, sehr gern noch einmal miteinander versucht hätten. Aber für derlei Gefühlsduseleien ist man halt in der falschen Branche unterwegs.
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