Alexander Blessin mit Vincent Kompany

Kennen und schätzen sich schon seit gemeinsamen Tagen in Belgien: Alexander Blessin und Bayerns Vincent Kompany Foto: imago/Jan Huebner

„Kein Unterschied zu Arsenal“: Warum Bayern-Coach Kompany St. Pauli so ernst nimmt

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Es ist eine neue Situation für den FC Bayern. Am Mittwoch gab es für den nächsten Gegner des FC St. Pauli die erste Niederlage der gesamten Saison, mit 1:3 unterlag der Rekordmeister beim FC Arsenal in der Königsklasse. Gut, schlecht oder egal für Braun-Weiß? Schwer zu sagen. Fest steht nur: Vincent Kompany betrachtet den Kiezklub nicht anders als die „Gunners“.

Nein, die Wortkreation „Weltpokalsiegerbesieger“ war ihm nicht geläufig. „Da habe ich noch nie von gehört“, sagte Kompany lachend, als er bei der Pressekonferenz am Freitagmorgen auf St. Paulis legendären 2:1-Erfolg anno 2002 angesprochen wurde. Nachvollziehen konnte er die grundsätzliche Bedeutung der Vokabel allerdings, denn: „Ich gehe davon aus, dass sich jeder Sieg gegen den FC Bayern anfühlt wie ein Pokalsieg.“

Vincent Kompany: „Wir sehen auch, was St. Pauli gut macht“

Dass angesichts von acht Pleiten in Serie niemand daran glaubt, dass für die Hamburger an der Isar eine Neuauflage möglich ist, beeinflusst die Arbeit des Coaches indes nullkommanull. „Das Wichtigste ist, dass wir in der Vorbereitung keinen Unterschied machen zwischen St. Pauli und Arsenal“, mahnte der ehemalige HSV-Profi. „Wenn wir auf die schauen, sehen wir auch alles, was sie gut machen, alles, was sie können. Und wir haben jetzt zweimal gegen sie gespielt mit demselben Trainer und es war zweimal schwierig.“

St. Pauli hat in München weniger Druck als sonst

Ein knappes 1:0 hatte es in der Vorsaison am Millerntor gegeben, und auch in der Allianz Arena hatte sich St. Pauli beim 3:2 der Bayern teuer verkauft. „Wir haben beide Male verdient gewonnen, aber wir haben beide Male sehr lange gekämpft“, erinnerte sich Kompany. „Und das haben wir auch im Kopf. Wir wissen, dass es nicht einfach ist.“

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Dass die Gäste mit einem enormen Rucksack anreisen durch die lange Niederlagenserie, schien dem Trainer gar nicht so recht zu sein. „Ich habe als Trainer auch in diesen unteren Regionen gespielt. In einem Spiel gegen Bayern München ist weniger Druck, obwohl man eigentlich Punkte holen muss.“ Das könne auch einen positiven Effekt für den Kontrahenten haben. „Und wir dürfen nicht unterschätzen, dass wir am Mittwoch gespielt haben. Deswegen ist es nicht ungefährlich, deswegen werden wir St. Pauli niemals anders sehen als Arsenal zum Beispiel.“

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