Kein Klub hat weniger: In welcher Kategorie St. Pauli Liga-Schlusslicht ist
Es gibt zuhauf Statistiken in der großen weiten Welt des Fußballs, die einen mehr, die anderen minder bedeutsam. Darunter gibt es auch solche, bei denen es gar nicht dramatisch ist, wenn man das Tabellenende ziert. Und darum ist es auch von eingeschränkter Aussagekraft, dass kein Bundesligist in der laufenden Saison weniger Spieler eingesetzt hat als des FC St. Pauli.
Insgesamt 23 Akteure des Kaders haben für Braun-Weiß auf dem Platz gestanden, und vermutlich wird sich an der Summe bis Mitte Mai auch nichts mehr ändern. Denn diejenigen, die noch keine Minute angehäuft haben, sind entweder verliehen (Erik Ahlstrand, Scott Banks), in der Torwart-Hierarchie klar die Nummer drei (Emil Gazdov), verletzt (Simon Spari) oder ganz offenbar noch nicht soweit. Denn weder die vereinseigenen Talente wie Nick Schmidt, Marwin Schmitz oder Romeo Aigbekaen noch der im vergangenen Sommer verpflichtete Jannik Robatsch oder der im Jahr zuvor geholte Fin Stevens trugen bisher in einem Pflichtspiel zum guten Gelingen bei.
St. Paulis Konkurrenten setzen deutlich mehr Profis ein
Zusammen mit Union Berlin bildet der FC St. Pauli das Schlusslicht in dieser Kategorie. Etwas überraschend nur mit einem eingesetzten Spieler mehr steht Europacup-Teilnehmer SC Freiburg da, wo Ex-Kiezkicker Daniel-Kofi Kyereh zu den wenigen nicht berücksichtigten Protagonisten zählt. Der inzwischen 30-Jährige laboriert weiterhin an den Folgen einer Kreuzbandverletzung und hat schon gefühlte Ewigkeiten in keinem Pflichtspiel mehr auf dem Platz gestanden.
Das könnte Sie auch interessieren: Alle Profis, die je für St. Pauli gespielt haben
Das „Top-Trio“ in Sachen eingesetzte Profis steckt übrigens – wie der FC St. Pauli – tief drin im Abstiegskampf, hat aber satte sieben Kicker mehr aufgeboten bis heute. Dies sind der 1. FSV Mainz 05, der VfL Wolfsburg und etwas überraschend auch Schlusslicht 1. FC Heidenheim, der bisher nicht wirklich für große personelle Fluktuationen stand. Im Wolfsburger Fall zählen übrigens noch neun (!) weitere Spieler zum Kader, bei dem bereits 30 Profis Gelegenheit zum Vorspielen bekommen haben. In Mainz kommen noch sechs weitere Akteure dazu, in Heidenheim lediglich drei.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.