Ricky-Jade Jones wird von Simon Spari umarmt.

Ricky-Jade Jones trainiert seit einiger Zeit wieder voll mit dem Team. Foto: WITTERS

„Kein besseres Gefühl“: St. Pauli-Neuzugang ist bereit – Debüt gegen Union?

kommentar icon
arrow down

Er hatte den denkbar ungünstigsten Start bei seinem neuen Verein, den man sich so vorstellen kann. Im zweiten Testspiel der Vorbereitung, beim 0:1 in Drochtersen, verletzte sich Ricky-Jade Jones so schwer an der Schulter, dass eine Operation notwendig wurde und einen langen Ausfall nach sich zog. Jetzt aber ist der Engländer zurück und ist heiß auf sein Debüt am Millerntor.

An den Moment des Unglücks erinnert sich Jones natürlich noch detailliert. „Als ich gelandet bin, konnte ich keinen Druck auf meinem Arm spüren. Da wusste ich, dass etwas nicht stimmt“, beschrieb der 23-Jährige die folgenschwere Situation. Aber jetzt fühle er sich wieder „sehr gut! Natürlich war ich eine Weile raus und es geht darum, die Belastung zu steuern, aber ich bin jetzt seit ein paar Wochen zurück im Training. Mein Körper fühlt sich sehr gut und meine Schulter sehr stark an“.

Die Mama half St. Paulis Ricky-Jade Jones

Eine mega Erleichterung für den Offensivmann, der nach der OP in vielen Dingen des Alltags schwer eingeschränkt war. „Es war nicht einfach. Ich habe probiert, mit einem Arm zu kochen. Und auch Klamotten anzuziehen war sehr schwer. Meine Mutter kam aus England und hat mir direkt nach der Operation für ein paar Wochen geholfen“, erzählte er. „Aber jetzt ist es wieder okay.“

Das Tempo liegt in den Genen bei Ricky-Jade Jones

Jones‘ Mama spielt generell eine große Rolle in seinem Leben, ihr hat er auch seine herausragende Stärke zu verdanken. „Um ehrlich zu sein: Meine Mutter war wirklich schnell. Sie konnte 100 Meter in elf Sekunden laufen, es liegt also in meinen Genen, schnell zu sein. Ich bin glücklich, es auch bekommen zu haben.“ Wobei das mit dem Tempo ein generelles Familien-Ding ist bei ihm zu Hause. „Jeder in meiner Familie ist sehr schnell, meine Mutter, mein Vater und auch meine Schwestern.“

Mindestens einmal im Monat bekommt er Besuch von der Insel, die Unterstützung half ihm, die schwierige Startphase zu meistern. Aber nicht nur die. „Ich hatte auch gute Teamkollegen um mich herum und war ein paar Mal mit ihnen unterwegs.“ Das habe geholfen, sich gut einzuleben. Und auch die Tatsache, dass seine Muttersprache Amtssprache bei St. Pauli ist, tat ihr übriges. „Natürlich ist das toll“, gestand Jones. Wir sprechen sehr viel Englisch rund um den Trainingsplatz, natürlich sprechen wir aber auch ein bisschen deutsch.“ Es sei einfach ein tolles Team. „Wir halten alle zusammen, wir wollen alle zusammen die Ziele erreichen und den nächsten Schritt machen. Wir sind eine sehr tolle Gruppe, das ist sehr gut“.

Ricky-Jade Jones schwärmt vom Team und vom Millerntor

Und jetzt kann er auch endlich sein Scherflein aktiv dazu beitragen. „Natürlich sind wir in einer schwierigen Situation im Moment, aber wir arbeiten hart im Training. Und es ist wichtig, dass wir zusammenhalten und weiter hart arbeiten. Dann werden die Ergebnisse auch wieder kommen.“ Im Idealfall dank einiger Treffer von Ricky-Jade Jones. „Ich habe letzte Saison 18 Tore für Peterborough gemacht. Es gibt kein besseres Gefühl, als Fußball zu spielen und Tore zu erzielen.“

Das könnte Sie auch interessieren: Millerntor-Ausbau und die Hintergründe

Und das sehr gern am heimischen Millerntor. „Das Stadion ist unglaublich“, schwärmt er. „Ich war bei allen Heimspielen, die Atmosphäre ist crazy, die Fans stehen voll hinter dir und das kannst du auf dem Feld spüren.“ Eine Erfahrung, die Ricky-Jade Jones so schnell wie möglich auch im Trikot erfahren möchte. Wenn es nach ihm geht, gerne schon am Sonntag gegen Union Berlin. „Wir werden sehen, ob der Trainer mich reinbringt“, sagte er. „Aber ich hoffe es.“

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test