Kader-Spieler gesucht: Chance für drei St. Pauli-Talente
Von lustig ist all das dann doch meilenweit entfernt. Nicht nur, dass der FC St. Pauli in der Liga in höchster Abstiegsnot schwebt, dem Kiezklub brechen vor den so wichtigen nächsten Wochen auch noch die Offensiv-Alternativen weg. Das wiederum beinhaltet eine unverhoffte Gelegenheit für den eigenen Nachwuchs.
Das (vermutliche) Saison-Aus für Ricky-Jade Jones hat sie alle hart getroffen bei Braun-Weiß. „Ricky hat mit seiner Schnelligkeit Akzente gesetzt und hat es wirklich gut gemacht“, sagte Coach Alexander Blessin über den Engländer, der sich beim Pokal-K.o. in Leverkusen das Syndesmoseband im linken Fuß gerissen hat. „Es trifft uns und ihn hart“, gestand Blessin, „wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.“
St. Pauli gehen die Offensivkräfte aus
Und der Engländer ist bekanntlich nicht der einzige Stürmer, auf den man für längere Zeit nicht wird setzen können. Denn mit Andréas Hountondji (Haarriss im Sprunggelenk) fehlt schon seit dem Jahreswechsel ein weiterer Startelf-Kandidat und der nach wie vor beste Torschütze der Saison (vier Treffer). Zu allem Überfluss muss aktuell auch noch Connor Metcalfe passen, den Blessin im Mittelfeld defensiv, aber eben auch offensiv hätte aufstellen können. Der Australier klagt über nicht genauer definierte Knieprobleme.
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Die Anzahl derer, die nun noch für die vorderste Front in Frage kommen, beläuft sich lediglich auf fünf. Martijn Kaars, dessen Adduktorenprobleme vom Jahresende 2025 zum Glück verschwunden sind, der zurzeit neben sich stehende Mathias Pereira Lage, Startelf-Rückkehrer Danel Sinani, der gefühlt ewige Joker Abdoulie Ceesay und schließlich Neuverpflichtung Taichi Hara heißt das noch verfügbare Quintett, das noch zum Sextett anwachsen soll am Samstag. Aber wen kann Blessin in den Kader nehmen?
Drei Kiezklub-Talente im Casting fürs Stuttgart-Spiel
Nun, die Lösung ist naheliegend: Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Und von denen werden sich einige in den Trainingseinheiten bis zum Stuttgart-Spiel bewerben dürfen. „Wir werden drei Spieler aus der U23 hochholen“, erläuterte der Coach und fuhr fort: „Das sind Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt. Wir werden sehen, wen wir für das Spiel dann nehmen werden.“ Alle drei sind nicht neu bei den Profis und werden sich zerreißen, um ihre Chance beim Schopf zu ergreifen.
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