Jackson Irvine wählt drastische Worte: „Als würde es um Leben und Tod gehen“
Er kam auf den Platz, als St. Pauli mal wieder mit dem Rücken zur Wand stand. 0:1 im Hintertreffen gegen ein Top-Team wie RB Leipzig, offensiv länger nicht mehr existent, aber mindestens noch ein Tor dringend benötigend: Jackson Irvine war nicht zu beneiden, als er wie Neuzugang Mathias Rasmussen und Mathias Pereira Lage in Minute 76 eingewechselt wurde. Und doch durfte der Kapitän später noch jubeln.
„Alles in allem war das Niveau unserer Performance sehr hoch“, lobte der 32-Jährige. „Von der ersten Minute an waren wir viel aktiver, hatten viel mehr Intensität in unserem Spiel als im Derby gegen den HSV. Ich denke, wir haben definitiv zumindest den Punkt, den wir am Ende geholt haben, verdient.“
St. Paulis Jackson Irvine nicht vollständig zufrieden
Wie ein Sieg aber fühle es sich trotz des sehr, sehr späten Ausgleich „definitiv nicht an“, ergänzte er. „Wir Spieler wussten, dass natürlich mehr drin war. Das Gefühl auf der Tribüne, wenn du einen späten Ausgleich erzielst, ist ein positives, aber alles in allem sind wir damit nicht vollständig zufrieden.“
Allerdings: „Gegen ein sehr gutes Team einen Rückstand aufzuholen – da gibt es viele gute Dinge aus diesem Spiel herauszuziehen.“ Und auch die Tatsache, diesmal selbst spät getroffen zu haben, gebe ihm „ein komplett anderes Gefühl als in den letzten Spielen“.
St. Pauli „kämpft für alles, was wir können“
Dass er generell mehr zum guten Gelingen beitragen möchte als „nur“ eine gute Viertelstunde, erklärt sich von selbst. „Ich tue alles, um so verfügbar zu sein wie möglich“, erklärte Irvine, dessen im vergangenen April operierter Fuß bekanntlich Probleme macht. „Alle arbeiten zusammen, um zu sehen, was wir tun können.“ In seiner Karriere sei er noch nie in einer solchen Situation gewesen. „Aber das ist das, wo wir stehen, wir kämpfen für alles, was wir können. Die Jungs und ich tun alles Mögliche, um so lange wie möglich auf dem Platz zu stehen.“
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Und das nach Möglichkeit schon wieder am Samstagnachmittag in Augsburg, wo erneut verlieren verboten ist. „Wir alle wissen um die Realität der Situation“, erläuterte Irvine. „Wir hatten ein paar Gespräche vor dem Spiel, wo wir stehen, was wir brauchen. Wir müssen jedes Spiel bestreiten, als würde es um Leben und Tod gehen.“ Gegen Leipzig sei man auf diesem Level gewesen. „Und das müssen wir jede Woche bringen.“
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