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Jackson Irvine als St. Pauli-Retter? Warum Fabian Boll da skeptisch ist

Jackson Irvine schaut nachdenklich über seine eigene Schulter
Jackson Irvine ist eine Startelf-Option für die Partie am Sonntag gegen Union Berlin.

Wenn man sieben Ligaspiele am Stück vergeigt hat, klammert man sich an jeden Strohhalm, der in irgendeiner Art und Weise Hoffnung auf Besserung macht. Beim FC St. Pauli hatte man nach dem grandiosen Saisonstart noch mutmaßen können, der am Fuß operierte Jackson Irvine würde es enorm schwer haben, an Joel Chima Fujita und James Sands im zentralen Mittelfeld vorbei und in die Startelf zu kommen nach seiner Genesung. Jetzt ist der Kapitän wieder fit – und von seiner möglichen Rückkehr in die Anfangsformation versprechen sich viele eine Signalwirkung.

Der Testlauf ist schon mal geglückt. In der Nacht zum Mittwoch hatte Irvine sein Startelf-Comeback für Australien gegeben im Länderspiel gegen Kolumbien und exakt eine Stunde lang mitwirken können. Sämtliche Gegentreffer bei der 0:3-Niederlage der Socceroos fielen nach seiner Auswechslung, was für den Status des 32-Jährigen in der Nationalelf spricht. Auch auf dem Kiez ist man sich der Bedeutung des Routiniers bewusst, zu hoch sollten die Erwartungen aber nicht sein, mahnt ein Ex-Profi, der einst die Irvine-Rolle in Braun-Weiß innehatte.

Fabian Boll kann den St. Pauli-Absturz auch nicht erklären

Das Warum erschließt sich Fabian Boll auch nicht wirklich, wenn es darum geht, den Absturz seit dem dritten Spieltag zu ergründen. „Diese Galligkeit, die Kompaktheit, mit allem, was man hat, das Tor zu verteidigen – das ist alles so ein bisschen abhandengekommen“, hat der heute 46-Jährige festgestellt. Und um die Kurve wieder komplett zu kriegen, brauche es mehr als das Comeback eines Leistungsträgers, glaubt er.

Fabian Boll mit Schal und Winterjacke
Fabian Boll absolvierte 292 Spiele als Profi für den FC St. Pauli.

„Per se würde ich erst einmal sagen, dass eine einzelne Person den Kohl jetzt auch nicht fett macht. Zumal du ja eigentlich ein paar Leute da hast mit Hauke Wahl, Eric Smith oder Nikola Vasilj, die das Heft des Handelns auch in die Hand nehmen können sollten“, schränkt Boll ein. Er bestritt zwischen 2003 und 2014 insgesamt 292 Profi-Partien für St. Pauli, nahezu alle im zentralen defensiven Mittelfeld, oft mit der Kapitänsbinde. Von daher weiß er auch: „Natürlich gibt es Spieler, die mit ihrer Anwesenheit dem einen oder anderen noch mal ein anderes Gefühl geben können auf dem Platz.“

Jackson Irvine bei einem Kopfball in Freiburg
In Freiburg hatte Irvine (hier beim Kopfball) dem FC St. Pauli schon einen Schub gegeben.

Ein fitter Irvine, sagt Boll, „könnte den Jungs drumherum sicherlich einen Push geben. So etwas traue ich Wahl oder Smith im Grunde auch zu, aber als Innenverteidiger bist du eben ein bisschen weiter weg“. Einer, der das ganze Spielfeld beackere, habe dann doch einen anderen Draht zu den Mitspielern. „Auf der Position hast du einfach mehr Impact auf andere Mannschaftsteile, da kann man mehr eingreifen.“

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Von daher sei es sicherlich nicht so schlecht, wenn Irvine jetzt wiederkäme. „Als er gegen Freiburg wieder etwas länger dabei war, hat man schon gesehen, dass da ein bisschen Drive hineingekommen ist. Und er ist ja auch ein sehr kommunikativer Typ.“ Das würde schon passen, wenn da ein positiver Flow entstünde. „Wenn er noch ein paar andere anzündet, dann ist es schon mal besser als gar nichts. Aber wie gesagt: Einer alleine wird es nie schaffen.“

Wenn man sieben Ligaspiele am Stück vergeigt hat, klammert man sich an jeden Strohhalm, der in irgendeiner Art und Weise Hoffnung auf Besserung macht. Beim FC St. Pauli hatte man nach dem grandiosen Saisonstart noch mutmaßen können, der am Fuß operierte Jackson Irvine würde es enorm schwer haben, an Joel Chima Fujita und James Sands im zentralen Mittelfeld vorbei und in die Startelf zu kommen nach seiner Genesung. Jetzt ist der Kapitän wieder fit – und von seiner möglichen Rückkehr in die Anfangsformation versprechen sich viele eine Signalwirkung.

Der Testlauf ist schon mal geglückt. In der Nacht zum Mittwoch hatte Irvine sein Startelf-Comeback für Australien gegeben im Länderspiel gegen Kolumbien und exakt eine Stunde lang mitwirken können. Sämtliche Gegentreffer bei der 0:3-Niederlage der Socceroos fielen nach seiner Auswechslung, was für den Status des 32-Jährigen in der Nationalelf spricht. Auch auf dem Kiez ist man sich der Bedeutung des Routiniers bewusst, zu hoch sollten die Erwartungen aber nicht sein, mahnt ein Ex-Profi, der einst die Irvine-Rolle in Braun-Weiß innehatte.