David Nemeth beim St. Pauli-Training

Kann endlich wieder lachen: David Nemeth beim St. Pauli-Training Foto: WITTERS

„Aufgeregt und ausgekotzt“: Comebacker Nemeth bereit für St. Paulis Endspurt

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Da ist er endlich wieder. Und auch das unwirtliche Hamburger Wetter mit orkanartigen Böen und reichlich Regen kann David Nemeth dieser Tage nicht die Petersilie verhageln. Zu groß ist die Freude beim St. Pauli-Innenverteidiger, dass er endlich wieder das machen kann, was seine Passion, sein Beruf ist: Fußball spielen.

Rückblende, Mitte August 2025. Nemeth hatte mit seinen Kollegen gerade erst mit einiger Mühe die erste Runde im DFB-Pokal überstanden, gegen Eintracht Norderstedt nach Elfmeterschießen gewonnen, da trug sich im Training Unschönes zu. Bei einer Umschalt-Übung mit Torschuss erwischte es den Profi, dem sofort Böses schwante.

David Nemeth verletzt sich beim St. Pauli-Training

„Ich habe einen langen Schritt gemacht und direkt gemerkt: Es muss irgendwas Schlimmeres sein“, erinnert sich Nemeth. Das signalisierte er auch direkt Trainer Alexander Blessin und verließ den Platz gen Funktionsgebäude. „Auf dem Weg in die Kabine habe ich gemerkt, wie es mit jedem Schritt mehr zugeht.“ Und als St. Paulis Chefphysio Dr. James Morgan nur einmal auf die betroffene Stelle drückte, bestätigten sich alle Befürchtungen.

Nemeth war vorgeschädigt im Leistenbereich, dennoch haben seine erste Verletzung aus dem Jahr 2022 und die jetzt beschriebene nichts miteinander zu tun. „Das erste war am Schambein, also eher mittig, und das jetzt an den Adduktoren“, erklärte er. Und während sein erster Rückschlag konservativ behandelt worden war, hatte er sich diesmal einer Operation unterzogen mit dem Wissen, dass dies erneut einen langen Ausfall nach sich ziehen würde.

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Ein hartes Los für einen jungen Profi-Sportler. „Ich muss sagen, das zweite Mal war noch ein bisschen schwieriger, weil ich eigentlich vorher ein gutes Gefühl hatte, viel im Kraftraum gewesen bin, auf dass ich immer fit bin.“ Von daher sei es schon traurig für ihn gewesen. „Aber ich konnte mich bei der Familie, bei der Freundin oder bei Reha-Trainer Frederic Bokelmann aufregen und auskotzen. Die haben mir alle sehr geholfen.“

David Nemeth ist bereit für St. Paulis Endspurt

Und können sich jetzt mit ihm freuen, dass er wieder am Start sein kann.  „Ich glaube, ich bin jetzt drei oder vier Wochen wieder im Mannschaftstraining, und es wird immer besser. Das gibt einem dann auch ein gutes Gefühl.“ Die Feuertaufe bei der U23 des FC St. Pauli hat er überstanden, Nemeth ist wieder bereit für die Bundesliga. Auch mental. Die angespannte Situation mit Tabellenplatz 16 und einem Endspurt, der bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird, kann ihn nicht schocken. Im Gegenteil.

„Ist schon cool so“, sagte er mit einem Lächeln im Gesicht. „Man merkt auch im Training, dass Feuer drin ist, dass alle alles reinhauen, dass es in den Zweikämpfen ein bisschen härter zur Sache geht.“ Mit einem David Nemeth, der endlich wieder voll durchziehen und alles investieren kann. Diesmal hoffentlich für lange, lange Zeit.

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