FC St. Pauli

Irvine macht St. Pauli-Fans glücklich – Metcalfe verpasst große Chance

Jackson Irvine schreibt nach dem St. Pauli-Training Autogramme.
Jackson Irvine schrieb nach seinem ersten Training der neuen Saison fleißig Autogramme.

Seit Anfang der Woche sind alle WM-Teilnehmer des FC St. Pauli zurück aus ihrem wohlverdienten Urlaub. Eric Smith absolvierte bereits eine komplette Einheit, Jackson Irvine lief - aber wo war Connor Metcalfe?

Bei brütender Hitze traten sie erstmals seit der Rückkehr aus dem Trainingslager in Österreich wieder vor Hamburger Publikum gegen den Ball. Personell sieht es umfangreicher denn je aus beim FC St. Pauli, zumal inzwischen alle WM-Teilnehmer wieder zurück sind. Jedenfalls in der Theorie.

Das Gros der rund 100 Kiebitze hatte es ganz speziell auf jemanden abgesehen. Am Dienstag hatte Jackson Irvine bekannt gemacht, dass er und seine Ehefrau Jemilla Pir Eltern werden, tags darauf stand für den 33-Jährigen die erste öffentliche Einheit mit den Kollegen auf dem Programm. Mit Ball nahm sich der Australier vornehm zurück, absolvierte vornehmlich eine Laufeinheit. Die war früher beendet als das Programm des großen Rests, und so schrieb Irvine noch in Ruhe zahlreiche Autogramme, holte sich Glückwünsche ab und ließ Fotos machen.

Eric Smith kehrt komplett ins St. Pauli-Training zurück

Derweil gab Eric Smith rund 50 Meter weiter Vollgas. Der Schwede war bereits am vergangenen Mittwoch zur Mannschaft gestoßen, hatte in Flachau noch größtenteils individuell gearbeitet. Jetzt aber scheint er wieder uneingeschränkt belastbar, wenngleich die Intensität der Einheit überschaubar war. Aber: Smith war von Anfang bis Ende dabei. Gleiches galt im Übrigen für Adam Dzwigala, der in Österreich ebenfalls noch reduziert unterwegs gewesen war.

Abdoulie Ceesay war nach seiner Sprunggelenksverletzung erwartungsgemäß nicht draußen zu sehen, dafür Sam Klein. Der Australier hatte in Flachau wegen Leistenproblemen keine einzige Einheit mit den Kollegen absolvieren können, scheint aber auf dem Wege der Besserung und drehte immerhin später noch ein paar Runden. Fehlt zur Komplettierung nur noch einer…

St. Pauli-Training findet ohne Connor Metcalfe statt

…und dessen Zeit beim FC St. Pauli bleibt eine, in der er nicht eben von Fortuna durchgehend liebkost wird. Eigentlich hatte Connor Metcalfe wie Irvine wieder bei der Mannschaft sein sollen, eigentlich ebenfalls zumindest unter freiem Himmel mit den Kollegen trainieren sollen. Aber daraus wurde nichts. Und zugegeben: Als es hieß, er fehle wegen muskulärer Probleme, war der erste Gedanke, dass er mit einem anderen Verein verhandelt. Doch dem war nicht so.

Tatsächlich plagen den 26-Jährigen körperliche Beschwerden. Wie viel zu häufig, wenn es eigentlich darum geht, seinen Hut in den Ring zu werfen, sich um einen Startelfplatz zu bewerben. Jetzt wäre abermals die große Gelegenheit da nach dem Trainerwechsel hin zu Marcel Rapp, der sich bereits auf das Kennenlernen des Tausendsassas Metcalfe gefreut hatte. Stattdessen ist zurzeit noch völlig offen, wann der Nationalspieler wieder einsteigen kann.

Connor Metcalfe verpasst erneut eine große St. Pauli-Chance

Es ist im übrigen beileibe nicht das erste Mal, dass Metcalfe ein Mitbringsel von den Socceroos im Gepäck hat. Schon mehrfach war er leicht lädiert von den Länderspielreisen zurückgekehrt. Neu ist allerdings, dass diesmal drei Wochen Urlaub zwischen seinem letzten WM-Einsatz und dem ersten Training bei St. Pauli lagen. Eigentlich Zeit genug, Wehwehchen auszukurieren. Dass dies nicht geglückt ist, wird niemanden mehr verzweifeln lassen als Metcalfe persönlich.

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