St. Pauli-Trainer Alexander Blessin schaut kritisch

Knifflig: Welcher Ausgang des Nordderbys zwischen Werder und HSV wäre am besten für den FC St. Pauli und Trainer Alexander Blessin? Foto: WITTERS

Zu wem hält St. Pauli im Duell HSV gegen Werder? „Es ist schwierig …“

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Viele Fans des FC St. Pauli werden bewusst wegschauen, viele andere dagegen am TV-Schirm live in irgendeiner Fußball-Kneipe dabei sein: Das Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen ist auch für den Kiezklub interessant und relevant, denn es duellieren sich zwei Konkurrenten im Klassenkampf und der Ausgang wird für Veränderung und möglicherweise Verschiebungen im Keller sorgen. Die Sache ist knifflig – mit einer emotionalen und einer rationalen Ebene.

Punkte werden auf jeden Fall vergeben an der Weser und Abstände werden sich ändern. St. Pauli bleibt auch nach diesem Spieltag definitiv Tabellen-16. und hat nach dem bitteren 1:1 (0:0) gegen Köln, bei dem ein Sieg absolut drin war und verdient gewesen wäre, 26 Punkte auf dem Konto. Mit einem Dreier hätten die Braun-Weißen zumindest vorübergehend zu Werder (Platz 15, 28 Punkte) aufschließen können. Der HSV steht mit 31 Zählern auf Rang 13.

St. Pauli verpasst gegen Köln den benötigten Sieg

„Es tut weh, weil es eine gute Leistung war“, ärgerte sich Blessin nach dem verpassten Sieg am Freitagabend, bei dem Innenverteidiger Karol Mets die Gastgeber zunächst in Führung geköpft, in der Schlussphase aber einen umstrittenen Elfmeter verursacht hatte. „Trotzdem ist auch jeder Punkt gut.“

In erster Linie schauen die Kiezkicker auf sich selbst, aber in dieser Phase der Saison sind auch die Ergebnisse der Konkurrenz im Keller relevant – und damit auch das Nordderby des Stadtrivalen HSV in Bremen am Samstagnachmittag zur klassischen Anstoßzeit um 15.30 Uhr.

Alexander Blessin über das Nordderby des HSV in Bremen

„Natürlich guckt man da hin“, stellt Blessin klar. Der überwiegende Teil der Fans dürfte emotional klar zu Bremen tendieren, aber rational könnte beim Blick auf die Tabelle ein Sieg des HSV dem Kiezklub besser in den Kram passen. Oder?

Auf die Frage, welches Ergebnis er sich für das Nordderby wünsche, antwortete Blessin relativ brüsk: „Wir sind hier nicht bei Wünsch-dir-was.“ Dann führte der 52-Jährige doch noch aus: „Es ist schwierig, weil man beide Restprogramme sieht. Von den Namen und Positionen der Gegner hat der HSV das schwerere Restprogramm, aber natürlich auch Punkte mehr. In meinem Kopf habe ich ein Ergebnis, aber das werde ich jetzt nicht kundtun.“

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Der HSV spielt noch gegen Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg und Leverkusen. Allerdings hat Bremen mit Duellen gegen Stuttgart, Augsburg, Hoffenheim und Dortmund auf dem Papier ein nahezu identisch schwieriges Restprogramm, wobei Augsburg als Tabellenzehnter die Ausnahme aller Gegner beider Nordklubs bildet.

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