Scott Banks bejubelt ein Tor für Blackpool

Hier feiert Scott Banks sein bisher einziges Liga-Tor für Blackpool in Peterborough. Foto: IMAGO/NurPhoto

In Hamburg hatte er viel Pech: So läuft es für St. Paulis einzigen verliehenen Profi

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Viele Transfers, die beim FC St. Pauli in den vergangenen Jahren getätigt wurden, zahlten sich für die jeweiligen Profis, aber auch für den Kiezklub irgendwann aus. Aber nicht alle schafften den erhofften Durchbruch, und da ist manch einer dabei, der rein menschlich herausragend zum Verein und in die Mannschaft passt. Scott Banks, der gerade versucht, über den Umweg Ausleihe Argumente zu sammeln, ist dafür ein Paradebeispiel.

Das erste Bild, das man als Außenstehender von Banks bekam, sagte schon alles aus über ihn als Typen. Wenige Tage nach seiner Verpflichtung als Leihspieler von Crystal Palace stand er im August 2023 beim DFB-Pokalspiel bei Atlas Delmenhorst gleich im Kader und vor Spielbeginn mit den Kollegen auf den Platz und unterhielt sich mit allen, als wäre er schon ewig da. Auch sportlich kam er schnell an, in den ersten drei Zweitliga-Partien gleich zu Joker-Einsätzen, ehe der große Rückschlag folgte.

Der Schotte zog sich kurz nach seiner Einwechslung in Braunschweig (1:1) einen Kreuzbandriss zu und fiel nahezu für den gesamten Rest der Saison aus. Erst am letzten Spieltag feierte er sein Comeback, kam zwölf Minuten vor Schluss in die Partie – und bereitete den 2:1-Siegtreffer durch Danel Sinani vor. Hätte der Beginn eines Happy Ends sein können, war es aber leider nicht, gleichwohl St. Pauli den pfeilschnellen Außenstürmer trotz des langen Ausfalls fest verpflichtete.

Knochenödem bremst Scott Banks erneut aus

Nach dem Aufstieg blieb Banks zunächst außen vor, kämpfte sich aber heran, was sich auch in fünf Einwechslungen in Folge niederschlug. Bei einem Testspiel im Oktober 2024 bei Hannover 96 schien der nächste Schritt erfolgt zu sein, Banks traf doppelt, doch wieder schlug das Schicksal zu. Die schon während der Partie auftretenden Rückenprobleme entpuppten sich als Knochenödem, wieder musste er länger pausieren. Zu Jahresbeginn kehrte er zurück, hatte noch einige Kurzeinsätze, pendelte aber meist zwischen Tribüne und Bank.

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Weil sich auch nach der Sommervorbereitung keine wirkliche Perspektive für ihn ergab, wurde Banks schließlich kurz vor Ende der Transferperiode zum FC Blackpool in die dritte englische Liga verliehen. Ein Step zurück, der am Ende einer nach vorne sein sollte, doch darauf deutet aktuell nicht viel hin. Zwar schnürte Banks im EFL-Trophy-Spiel gegen das unterklassige Barrow einen Doppelpack, in der Liga aber konnte er nicht wirklich so Fuß fassen, wie es sich alle Beteiligten erhofft hatten.

St. Paulis Scott Banks auch in Blackpool nur Joker

In bisher 21 Partien stand er nur einmal in der Anfangsformation, achtmal wurde er eingewechselt, ein Treffer in Peterborough kam dabei heraus. Ganze 231 Einsatzminuten sind deutlich zu wenig für den Anspruch, den der Schotte haben müsste. Zumal bei einem Verein, der auf einem Abstiegsplatz in der dritten Liga steht, und in einem Alter, wo man langsam mal die Rakete zünden müsste. 24 Jahre alt ist Scott Banks inzwischen, und so schade es auch ist, aber es deutet nichts darauf hin, dass er beim FC St. Pauli noch mal eine wichtige Rolle wird einnehmen können.

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