Heidenheim-Schock! St. Pauli hat sein Schicksal nicht mehr in eigener Hand

Jackson Irvine, Martijn Kaars und Danel Sinani in Leipzig
Der FC St. Pauli (v. l. Jackson Irvine, Martijn Kaars und Danel Sinani) hat sein Schicksal nicht mehr in eigener Hand.

Man hatte es schon ein wenig befürchten müssen nach den jeweiligen Entwicklungen der vergangenen Wochen, jetzt ist es tatsächlich Realität geworden: Der FC St. Pauli geht als Tabellenschlusslicht in den letzten Spieltag und das vermeintliche Finale um den Relegationsplatz gegen den VfL Wolfsburg. Das steht seit dem frühen Sonntagabend genauso fest wie die Tatsache, dass der 1. FC Heidenheim eine sensationelle Aufholjagd noch mit dem Klassenerhalt krönen kann.

Mit 3:1 gewannen die Mannen von Trainer Frank Schmidt beim seit Samstag definitiv geretteten 1. FC Köln. Also genau mit den zwei Treffern Differenz, die es benötigte, um den FC St. Pauli in der Tabelle hinter sich zu lassen. Beide Klubs haben wie Wolfsburg 26 Zähler, Heidenheim und der Kiezklub auch die identische Tordifferenz von minus 29 (Wolfsburg minus 26). Aber da der FCH mit 41 Toren 13 mehr erzielt hat als Braun-Weiß, tauschten die Teams die Plätze.

St. Pauli muss gewinnen und hoffen

Jan Schöppner mit einem Doppelpack (8., 73.) und Arijon Ibrahimovic (28.) trafen für Heidenheim, Kölns zwischenzeitlicher Ausgleich durch Marius Bülter (10.) hatte unterm Strich keine größere Bedeutung mehr. Weil St. Pauli und Wolfsburg am Samstag ihre Partien jeweils knapp verloren hatten, waren die Geißböcke jeder Abstiegsgefahr entronnen. Den Spannungsabfall konnte man den Hausherren anmerken, aber nur schwerlich verübeln.

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Die Ausgangslage für St. Pauli hat sich dadurch noch einmal verschlechtert, weil die Schützlinge von Trainer Alexander Blessin ihr Schicksal nicht mehr ausschließlich in der eigenen Hand haben. Ein Sieg gegen Wolfsburg am Samstag am Millerntor ist sowieso Pflicht, das ist längst klar. Zeitgleich erwartet Heidenheim den 1. FSV Mainz 05 und darf dann entweder nicht ebenfalls siegen oder wenn, dann mit einem Treffer weniger Differenz, als es St. Pauli täte. Gewinnt Wolfsburg in Hamburg, dürfte dem VfL die Relegation ob der um drei Tore besseren Differenz kaum zu nehmen sein.