Alexander Blessin in Frankfurt

Was soll ich machen? An den sieben Niederlagen am Stück kann Alex Blessin nichts mehr ändern. Die achte aber soll mit aller Macht verhindert werden. Foto: WITTERS

„Hat sich keiner gewünscht“: St. Pauli droht ein historischer Minus-Rekord

kommentar icon
arrow down

Mit Fragen nach Statistiken macht man sich Alexander Blessin nicht zum Freund. Der Coach des FC St. Pauli gibt wenig bis gar nichts auf Zahlenwerk, das sich nicht direkt auf den kommenden Gegner oder das letzte Spiel bezieht. Das trifft sowohl auf persönliche Bestleistungen zu als auch auf Minus-Marken, wie dem Kiezklub am Sonntag eine droht.

In der Spielzeit 2010/11 verlor Braun-Weiß zwischen dem 10. Februar (0:2 in Dortmund) und dem 10. April 2011 (1:2 in Leverkusen) ebenso sieben Erstliga-Partien am Stück wie aktuell seit dem 0:2 in Stuttgart vom vierten Spieltag. Acht Niederlagen in Serie gab es in der Historie der Kiezkicker bisher noch nicht, entsprechend wäre eine Pleite am Millerntor gegen den 1. FC Union Berlin ein neuer Negativrekord. Den will man nicht, klar, aber generell kann Blessin mit derlei Sachen nicht viel anfangen.

St. Paulis Startrekord hat Blessin „null interessiert“

„Das ist eine Zahl, da will ich mich nicht groß mit befassen“, sagte er. „Genau wie ich am Anfang keinen Pfifferling drauf gegeben habe, dass wir mit diesen sieben Punkten aus den ersten drei Spielen einen Startrekord hingelegt haben. Das hat mich so was von Null interessiert.“ Natürlich höre sich so etwas nicht gut an, „aber das Gute ist ja: Wir haben jede Woche die Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Das ist im Fußball schön. In der Wirtschaft oder sonst irgendwo sind Leistungen abzurufen nach einem halben oder Vierteljahr mit Quartalszahlen, wir aber haben jedes Wochenende die Möglichkeit, eine Änderung hervorzurufen.“

Das könnte Sie auch interessieren: Unmissverständliche Worte von Eric Smith

Und exakt darauf arbeite man in jeder Woche hin, die Beendigung der Pleitenserie sei auch jetzt wieder primäres Ansinnen. „Aber es bringt mir nichts, ständig nach hinten zu gucken und in der Vergangenheit zu wühlen. Wir wissen, die Situation ist nicht so fein, das hat sich keiner gewünscht.“ Aber jetzt müsse man da zusammen rauskommen, im Idealfall gleich am Sonntag. „Wir wissen um die Schwere der Partie, aber die Jungs sind gewillt, bis ans Letzte zu gehen und nicht die achte Niederlage folgen zu lassen.“

St. Pauli auf Greuther Fürths Spuren?

Um einen Eintrag in die Bundesliga-Annalen zu ergattern, müsste St. Pauli übrigens alle weiteren Partien bis zur Weihnachtszeit verlieren. Bislang thront in der Statistik der längsten Serien ohne Punktgewinn die SpVgg Greuther Fürth ganz oben, das Kleeblatt kassierte in der Saison 2021/22 gleich ein Dutzend Klatschen hintereinander.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test