Happy End nach langer Leidenszeit: St. Pauli bekommt einen gefühlten Neuzugang
Das Schicksal hat es so gewollt, dass eine seriöse Einschätzung seiner Fähigkeiten aktuell noch nicht möglich ist. Doch nach seiner bitteren Schulter-Verletzung früh in der Vorbereitung und der anschließenden OP schickt sich St. Paulis Ricky-Jade Jones an, den Nachweis für die Berechtigung seiner Verpflichtung im Sommer erbringen zu können.
Aus rein zwischenmenschlicher Sicht ist der 23-Jährige, der zuvor ausschließlich für seinen Heimatverein Peterborough United gespielt hatte, schon längst ein Gewinn für die Gruppe. „Er ist ein sehr positiver Typ, lacht viel“, befand Coach Alex Blessin und ergänzte, dass Jones zeitgleich mit der notwendigen Seriosität zu Werke geht: „Er agiert im Training hochkonzentriert und arbeitet hart.“
Ricky-Jade Jones traf gleich beim St. Pauli-Debüt
Dazu war der Mann, der 2024 mit 37,6 km/h als schnellster Spieler der Welt geblitzt worden war, wegen eines Unfalls auch verdammt. Im zweiten Vorbereitungsspiel in Drochtersen war er so unglücklich auf die Schulter gefallen, dass er monatelang zum Nichtstun beziehungsweise zur Reha gezwungen war – und das kurz nach seiner Ankunft in einem neuen Land, einer neuen Stadt, bei einem neuen Verein.
Doch zum einen fing die Mannschaft den Engländer auf, zum anderen kam seine Mama von der Insel an die Elbe, um ihrem Spross zu helfen. Das alles sollte sich auf besondere Weise auszahlen: An Nikolaus gab Jones endlich sein Bundesliga-Debüt, wurde in Köln eingewechselt und erzielte bekanntlich mit einem sensationellen Kopfball den so eminent wichtigen 1:1-Ausgleichstreffer Sekunden vorm Abpfiff.
Jones kann für den FC St. Pauli sehr wichtig werden
Weitere Tore sollen folgen, in Peterborough hatte er in der vergangenen Saison satte 18-mal genetzt. „Es gibt kein besseres Gefühl, als Fußball zu spielen und Tore zu erzielen“, hatte er Mitte November gesagt. Aber Jones ist nicht nur schnell, nicht nur torgefährlich. Er weiß seine 1,83 Meter in Zweikämpfen robust einzusetzen und hat nach seinen Einwechslungen gegen Heidenheim und in Mainz gezeigt, dass er auch gegen den Ball arbeiten kann.
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St. Pauli kann sich also quasi auf einen weiteren Zugang im Winter freuen. Dass Ricky-Jade Jones jetzt zur Verfügung steht, kann für den Kiezklub noch von immenser Wichtigkeit sein.
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