Eric Smith sieht die Rote Karte

Nach der Roten Karte gegen Heidenheim wird Eric Smith St. Pauli in Mainz fehlen. Foto: WITTERS

„Großer Verlust, aber…“: Mets nach Smith-Rot zuversichtlich – Zahlen machen Mut

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Die Nummer war in gleichem Maße selbstverschuldet wie umstritten, für den Status quo ist aber völlig unerheblich. Eric Smith wird dem FC St. Pauli beim so wichtigen Keller-Kracher am Sonntag in Mainz wegen seiner Roten Karte aus dem Heidenheim-Spiel (2:1) fehlen. Klar, dass das ein Weggefährte von ihm überhaupt nicht schön findet. Aber die Vergangenheit hat gezeigt: Es geht auch ohne den Schweden, sogar in ganz wichtigen Partien.

„Erics Ausfall ist definitiv ein großer Verlust für das Team“, sagte Innenverteidiger-Kollege Karol Mets am Dienstag. „Er ist einer unserer besten Spieler.“ Es sei schade, dass er in Mainz nicht dabei sein könne. „Aber zum Glück haben wir gute Verteidiger, die nur allzu gern die Lücke füllen würden, die Eric hinterlässt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die richtige Lösung für diese Position finden werden.“ Dabei dürften sich vor allem Adam Dzwigala und Lars Ritzka angesprochen fühlen, die Smith ersetzen könnten.

Auch St. Paulis Karol Mets hadert mit der Roten Karte

Mit dem Platzverweis haderten viele beim Kiezklub, Mets gehört dazu. „Man sieht ja, wie wenig Wucht Eric in diesen Zweikampf legt“, sagte er zur vermeintlichen Notbremse an Heidenheims Marvin Pieringer. „Es ist so minimal. Deshalb fällt es mir persönlich so schwer zu akzeptieren, dass man dafür die Rote Karte bekommt.“ Die gäbe es eigentlich immer nur dann, wenn viel Kraft und Körperkontakt mit ihm Spiel sei. „Ich bin einfach traurig, dass es passiert ist, und hoffe, dass es nie wieder vorkommt.“

Eric Smith fehlte St. Pauli auch vor genau einem Jahr

Das ist verständlich, wirklich bange sein muss Mets und Co. aber nicht ob der Abstinenz des Schweden. Der hat dem Kiezklub schon in mehreren enorm wichtigen Partien gefehlt, ohne dass sich das negativ im Ergebnis niedergeschlagen hätte. In der Aufstiegssaison beispielsweise hatte Smith in Paderborn, Nürnberg und vor allem beim weichenstellenden Spiel in Hannover am 30. Spieltag gefehlt, St. Pauli holte aus diesen Begegnungen satte sieben Punkte.

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Und auch in der Vorsaison hatte der Taktgeber zwei Mal passen müssen. Zum einen beim Heimspiel gegen Union Berlin, das mit 3:0 deutlich gewonnen wurde. Und auch – da schließt sich der Kreis – am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause. Es war, wie in diesem Jahr, der 21. Dezember, nur halt in Stuttgart und nicht in Mainz, als Braun-Weiß ähnlich unter Druck gestanden hatte. Das Ergebnis dürfte den meisten noch bestens in Erinnerung geblieben sein: Mit 1:0 siegten die Hamburger und konnten beseelt in die kurze Weihnachtspause gehen. Gegen eine Wiederholung am Sonntag hätte gewiss kein Kiezkicker Einwände vorzutragen.

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