Fußballer des Jahres! Vasilj verpasst durch Gala für St. Pauli eigene Ehrung
Er hat sich und die Bälle wieder im Griff. Nach seinem Formtief mit folgenschweren Patzern und einigen Unsicherheiten präsentiert sich St. Paulis Nummer eins wieder in Topform. Beim glücklichen Remis beim 1. FC Köln war Nikola Vasilj bester Kiezkicker und mit mehreren Klasseparaden der Garant dafür, dass seine Mannschaft überhaupt die Chance auf den Ausgleichstreffer in letzter Minute hatte. Kurios: Durch seine Gala-Vorstellung in Köln verpasste er eine hochkarätige Gala, bei der er ausgezeichnet wurde: als „Fußballer des Jahres“ von Bosnien-Herzegowina! Nur hat das hierzulande noch kaum jemand mitgekriegt…
Die Fragezeichen sind verschwunden, die Diskussion ist beendet, der Status quo wieder gefestigt. Niemand käme mehr auf die Idee, Vasiljs Rolle als Stammkeeper der Kiezkicker in Frage zu stellen. Nicht nach dieser Leistung. Spätestens mit dem Spiel beim 1. FC Köln (1:1) hat der Nationaltorhüter von Bosnien-Herzegowina gezeigt, warum er die Nummer eins war, ist und auch erst einmal bleibt.
St. Pauli-Keeper Nikola Vasilj überragend und gelobt
Es waren in erster Linie seine Großtaten, die dafür sorgten, dass St. Pauli endlich die Horrorserie nach neun aufeinanderfolgenden Liga-Niederlagen beenden konnte. In der ersten Halbzeit hatte der 30-Jährige innerhalb von Sekunden stark die Schüsse der Kölner Said El Mala und Sebastian Sebulonsen pariert. Noch wichtiger war aber die grandiose Doppelparade in der Nachspielzeit gegen Ragnar Ache und Florian Kainz, der zwei Minuten später der braun-weiße Ausgleichstreffer durch Ricky-Jade Jones folgte.
„Niko hatte drei, vier unglaubliche Paraden, mit denen er uns im Spiel gehalten hat“, lobte Kapitän Jackson Irvine den Schlussmann, den er einen „fantastischen Torwart“ nannte.
Nach Patzer-Serie findet Vasilj wieder zu alter Stärke
Vasilj präsentierte sich in Köln in Bestform. Keine Spur mehr von den unsicheren Auftritten gegen Frankfurt (0:2), Mönchengladbach (0:4) und Freiburg (1:2). Spiele, in denen der 1,93-Meter-Mann jeweils mit Fehlern das 0:1 verursacht oder in hohem Maße begünstigt hatte. Eine untypische Patzer-Serie.

Tiefschläge. Wirkungstreffer. Vasilj war angezählt, ließ sich aber nicht umhauen. Auf die aufkeimende Torwart-Diskussion mit der Frage, ob der im Pokal-Krimi gegen Hoffenheim so starke Ben Voll nicht auch in der Liga den Platz zwischen den Pfosten übernehmen sollte, reagierte die Nummer eins mit konzentrierter Trainingsarbeit und nervenstarken und zunehmend sicheren Auftritten in den folgenden Partien. In Köln folgte dann eine überragende Leistung, die auch den letzten Kritiker bis auf weiteres verstummen lassen haben dürfte.
Vasilj ist „Fußballer des Jahres 2025“ in Bosnien
Verrücktes Timing: Am Tag des Spiels, dem 6. Dezember, fand in der bosnischen Stadt Jablanica zum 81. Mal die Kür der besten Sportlerinnen und Sportler sowie Mannschaften des Landes statt, organisiert vom Sportverband von Bosnien und Herzegowina. Bei der Gala in der Kleinstadt, die nördlich von Vasiljs Geburtsstadt Mostar gelegen ist, wurde der St. Pauli-Keeper als „Fußballer des Jahres 2025“ ausgezeichnet – in Abwesenheit – und fehlte deshalb auf der Bühne und auf dem Foto aller Preisträger.
Die Auszeichnung ist eine große Ehre und auch Belohnung, über die sich Vasilj sehr gefreut haben dürfte und die aufgrund seiner starken bis überragenden Leistungen in der Aufstiegssaison der Kiezkicker, im ersten Bundesliga-Jahr sowie im Tor der Nationalmannschaft absolut verdient ist.
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