„Für Stürmer schwierig“: St. Pauli-Profi hadert mit dem System
Es war sein mit Abstand längster Saison-Einsatz. Der zweitlängste überhaupt, seitdem er vor eineinhalb Jahren aus Estland zum FC St. Pauli gewechselt war. Doch Abdoulie Ceesay bekam beim 0:2 in Heidenheim – wie sämtliche Teamkollegen – kein Bein auf den Boden. Kurz vor der Partie hatte der Gambier die Probleme, die er mit der Spielweise des Kiezklubs hat, im Gespräch mit dem Portal „Bulinews.com“ beschrieben – um in den 26 Minuten von der Ostalb einen bildlichen Nachweis zu liefern, was er meinte.
„Ehrlich gesagt fällt mir unsere Spielweise etwas schwer, besonders als Mittelstürmer“, hatte der 22-Jährige gesagt. „Die Formation ist für Stürmer schwierig. Aber der Trainer legt die Taktik fest, und man muss sich einfach anpassen und auf dem Platz beweisen“, hatte Ceesay erzählt, der in dieser Saison insgesamt 21-mal zum Einsatz gekommen ist. Es sei hart, „aber so ist das System des Trainers. Er ist der Anführer, und man muss tun, was er will und Qualität auf den Platz bringen“.
Ceesay räumt Schwierigkeiten ein
Die Wortwahl ist bedeutend defensiver und angebrachter, aber von der Aussage her ähnelt Ceesays Meinung der von Oladapo Afolayan von vor einem Jahr. Der Engländer, im Januar von St. Pauli nach Blackburn gewechselt, hatte bekanntlich nach dem letzten Spiel der Vorsaison unverhohlen und folgenreich Kritik an der Herangehensweise von Alexander Blessin geübt. Das Tischtuch zwischen den beiden war daraufhin unkorrigierbar zerschnitten.
Ceesay räumt in dem Gespräch noch ein, massive Probleme mit der Umstellung gehabt zu haben nach seinem Wechsel zu St. Pauli: „Als ich ankam, ging alles so schnell – das Tempo, das Training, einfach alles. Der Trainer hat mir die Grundlagen erklärt und mir gezeigt, wie er spielen lassen will.“
Ceesay konzentriert sich auf Klassenerhalt mit St. Pauli
Überhaupt äußert er durchaus auch Respekt vor seinem Coach. „Er hat mir geholfen zu verstehen, wo ich mich positionieren muss und wie ich mir Raum verschaffen kann, um schnell abzuschließen“, sagte er. „Die Umschaltmomente sind hier so schnell! Wenn man in bestimmten Positionen den Ball verliert, schadet man dem eigenen Team, weil der Gegner mit nur zwei oder drei Pässen ein Tor erzielen kann.“
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Was seine Zukunft angeht, gab sich Ceesay zurückhaltend: „Im Moment konzentriere ich mich voll und ganz auf die Mannschaft und darauf, dass wir den Klassenerhalt mit dem FC St. Pauli schaffen. Das ist für mich das Wichtigste.“ Sobald das geschafft sei, sehe man weiter.
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