FC St. Pauli
„Frischer Start für ihn“: Was St. Pauli bei Louis Oppie optimistisch stimmt
Nach einer starken ersten Saisonhälfte beim FC St. Pauli war Louis Oppie in seiner ersten Spielzeit auf dem Kiez in ein Loch gefallen. Aktuell aber hat der Linksverteidiger sichtlich Freude und dreht wieder auf.
Es war dann zum Glück doch nur ein kurzer Schreckmoment ohne jede Form von Langzeitwirkung. In der letzten Aktion vorm Pausenpfiff hatte sich Louis Oppie am vergangenen Samstag in Emden am Sprunggelenk verletzt, musste behandelt werden. Es war zum Glück am Ende nichts Wildes, was den Blondschopf gar zu einer Pause hätte zwingen können. Und das ist aus vielerlei Hinsicht gut so.
Oppie macht in den ersten Tagen der Vorbereitung einen gelösten, ausgesprochen tatendurstigen Eindruck. Beim 3:1 in Emden war er einer der Initiatoren für die vielen guten Angriffe über die linke Seite, hatte den Treffer von Tachi Hara beispielsweise mustergültig vorbereitet. „Es ist ein frischer Start für ihn“, sagte Sportchef Andreas Bornemann der MOPO, „und das merkt man ihm auch an.“
Louis Oppie hatte einen grandiosen Start beim FC St. Pauli
Im vergangenen Sommer aus Bielefeld gekommen, hatte der Schienenspieler einen prima Start hingelegt und mit viel Verve und Energie erste Zeichen gesetzt. Oppie schien den großen Satz, den er von einem Dritt- zu einem Bundesligisten gemacht hatte, vergleichsweise mühelos hinzubekommen. Natürlich lief nicht alles rund, aber in den ersten elf Saisonspielen hatte er immer in der Startelf gestanden, war bis Ende Januar fast ausschließlich gesetzt.
Es wurde bei der Bewertung zu schnell vergessen, dass er eine Liga übersprungen hat.
Allerdings war er schon bei seinen letzten Einsätzen nicht mehr der Freigeist und Faktor der Anfangstage. „In seiner ersten Saison war es nicht so einfach für ihn“, sagte Bornemann rückblickend. „Es wurde bei der Bewertung zu schnell vergessen, dass er eine Liga übersprungen hat. Der Schritt von der 3. Liga in die Bundesliga ist schon enorm und mit einigen Herausforderungen verbunden.“
Beim FC St. Pauli zweifelt niemand die Qualitäten von Louis Oppie an
Normal, dass Oppie dem irgendwann Tribut zollen musste, zumal es ja auch generell alles andere als rund lief. „Insbesondere in der zweiten Saisonhälfte, in die er mit einer verschleppten Verletzung gegangen ist, war es schwierig für ihn“, erinnerte sich Bornemann „Arkadiusz Pyrka hat es gut gemacht auf der linken Seite. Da war er dann hinten dran.“ Im Hinspiel gegen Leipzig hatte er erstmals keine Minute mehr gespielt, erst im Rückspiel nach langer Durststrecke sein Startelf-Comeback gefeiert.
Doch das ist Schnee von gestern, längst geht der Blick wieder nach vorne. „Wir sind nach wie vor voll von Louis und seinen großen Qualitäten überzeugt“, untermauerte Bornemann. „Er ist extrem ehrgeizig und auch selbstkritisch und muss natürlich über Einsätze Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen, um seine Stärken ausspielen zu können.“ Dass dies so kommen wird, ist ob der offensiven Fußball-Idee von Neu-Coach Marcel Rapp ziemlich wahrscheinlich. Nur eine Verletzung könnte da noch reingrätschen. Aber Stand jetzt ist Louis Oppie kerngesund und voller Tatendrang.
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