FC St. Pauli
„Freue mich sehr darauf“: Voll ist St. Paulis neue Nummer eins – und hat große Ziele
Ben Voll steht bei St. Pauli erstmals als Nummer eins im Tor. Nach seinem Debüt in Emden spricht der 25-Jährige über seine Rolle und den Saisonstart.
Am Samstagabend hatte das Warten für Ben Voll ein Ende. Nach genau zwei Jahren und drei Tagen stand er im Testspiel in Emden (3:1) beim Kiezklub zum ersten Mal als Nummer eins auf dem Platz. Nicht nur auf dem Rücken, sondern auch in der Rangordnung für die kommende Saison gilt der 25-Jährige als erste Wahl.
Eigentlich hätte Voll wohl schon am Dienstag beim Test gegen Altona 93 auf dem Platz stehen sollen, dort fehlte er jedoch krank. „Ich habe was Falsches gegessen“, erklärte er nach der Partie gegen Emden. Das kann schon mal passieren, wenn man so hungrig in eine Saison startet. Nachdem Simon Spari beim 6:2-Sieg gegen Altona über die gesamte Dauer zwischen den Pfosten stand, durfte der wieder fitte Voll in Emden über die volle Distanz ran.
Voll beim Gegentor in Emden ohne Chance
Der Start war für ihn dabei denkbar ungünstig. In der 13. Minute – zu diesem Zeitpunkt musste Voll noch keinmal eingreifen – führte ein kapitaler Stellungsfehler von Marcus Mathisen zum 1:0 für die Gastgeber. Beim Abschluss aus drei Metern war der Keeper ohne jegliche Chance und Schuld. Schön fühlte sich das Gegentor natürlich trotzdem nicht an.
Die Abstimmung mit der Defensive laufe bislang „gut“. „Wir haben heute wieder ein Gegentor bekommen, das ist dann natürlich ärgerlich und nicht perfekt, könnte man sagen“, so Voll nach seinem Debüt als Nummer eins. Zudem befinde man sich noch im Prozess des Einspielens.
Kurz vor der Pause war es wieder Mathisen, der mit einem fatalen Fehlpass die nächste Chance für Emden einleitete. Dieses Mal stürmte Voll aus dem Tor, machte sich groß und konnte sehenswert parieren (39.). Es schien fast, als wolle der neu-verpflichtete Innenverteidiger seinem Keeper die Chance geben, Erfahrung und Paraden zu sammeln. „So war es nicht, aber freut mich, dass ich da noch einen Ball halten konnte nach dem frühen Gegentor“, berichtete Voll schmunzelnd.
St. Pauli sucht noch nach einem dritten Torwart
Neben diesen beiden Situationen hatte der Deutsche wenig zu tun, zumindest mit den Händen. Ballkontakte hat Voll derweil am laufenden Band gesammelt. Stets war er integriert in den Spielaufbau und die Ballbesitzphasen von St. Pauli und machte dabei eine gute Figur. „Es war vor allem fußballerisch, da müssen wir uns noch ein bisschen eingrooven, um den Rhythmus zu finden, aber das haben wir, vor allem in der zweiten Halbzeit, gut gemacht“, zog Voll sein Fazit.
Derweil zeigte sich Voll mit seiner Rolle als Nummer eins sehr zurückhaltend. „Na klar ist das das Ziel. Wir haben ja noch eine lange Vorbereitung. Mein Ziel ist es, wie in jede Vorbereitung zu gehen, weil man spielen will, wie jeder Spieler. Und darauf freue ich mich sehr“, sagte Voll. Neben Spari und Voll ist der Kiezklub noch auf der Suche nach einem dritten Torwart. Nach MOPO-Informationen soll ein Kontakt zu Daniel Klein bestehen. Ob ein junger Herausforderer oder ein älterer das Torwart-Team komplettieren soll, sei Voll egal. „Ich bin da offen für alles.“
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