Fels in der Brandung: Wie Jackson Irvine seinen Wert für St. Pauli beweist
Er ist wieder da, mit jeder weiteren Spielminute eine Idee mehr. Und hatte es zu Saisonbeginn den Anschein, Jackson Irvine müsste hart um seinen Platz in St. Paulis Startelf kämpfen, macht der Kapitän dieser Tage immer mehr seine immense Bedeutung für die Stabilität der Gruppe deutlich.
Die Krönung des Ganzen blieb ihm versagt. Nach klasse Vorarbeit von Joel Chima Fujita hatte Irvine beim 2:1-Pokalerfolg in Mönchengladbach die große Chance, die Weichen schon früher auf Kiezklub-Sieg zu stellen (74.), doch sein Abschluss geriet zu zentral, sodass Borussia-Keeper Nicolas parieren konnte. Schade, denn der Australier hätte sich seinen ersten Treffer seit dem Aufstieg am Dienstagabend mehr als verdient gehabt.
Jackson Irvine erstmals wieder 90 Minuten in Braun-Weiß
Bei der 0:4-Klatsche gegen denselben Gegner in der Liga hatte er sein Kurz-Comeback gegeben, seitdem steigt die Zahl der Einsatzminuten stetig. Im Borussia-Park war er erstmals über die komplette Distanz gegangen, sehr zur Freude seines Trainers. „Es war sehr gut, wie Jacko das durchgezogen hat“, lobte Alexander Blessin. Und der 52-Jährige wird am besten wissen, welchen Wert Irvine für Braun-Weiß besitzt.

Es ist gewiss kein Zufall, dass die Neuentwicklung defensiver Standhaftigkeit mit dem Namen Jackson Irvine fest verbunden ist. Seitdem er wieder da ist, hat St. Pauli den Weg zurück zu alter Stärke eingeschlagen. Das war in Freiburg erstmals erkennbar, hat sich gegen Union Berlin und vor allem in München fortgesetzt und nun im DFB-Pokal den zwischenzeitlichen Höhepunkt erreicht.
Jackson Irvine verleiht St. Pauli Stabilität
Dank Irvine konnte Blessin eine erfolgreiche Systemumstellung vornehmen, James Sands als klare Sechs nominieren mit dem Kapitän und Fujita auf den Achter-Positionen leicht vorgelagert. Und neben der läuferischen Komponente zeichnet den Nationalspieler vor allem eine enorme Präsenz aus: In Gladbach gewann er 83 Prozent seiner Zweikämpfe sowie zwei von drei Luftduellen, hatte 71 Ballkontakte – und vor allem gibt seine Anwesenheit den anderen Säulen wie Eric Smith, Hauke Wahl oder Nikola Vasilj merklich mehr Sicherheit.
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Manch ein Außenstehender hatte nach seiner langen Ausfallzeit und den dankenswerterweise inzwischen nahezu völlig abgeklungenen Nebengeräuschen gemutmaßt, Irvine würde kein Spiel mehr für den FC St. Pauli machen. Ein krachender Irrtum. Zum Glück. Fehlt nur noch sein erstes Bundesliga-Tor.
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