Im Hinspiel hielt sich Danel Sinani den Augsburger Cedric Zesiger vom Leib.

Im Hinspiel hielt sich Danel Sinani den Augsburger Cedric Zesiger vom Leib. Foto: WITTERS

Feinschmecker-Warnung vom Trainer! Darauf kommt es für St. Pauli in Augsburg an

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Abstiegskampf ist kein bunter Teller. Alexander Blessin wäre nach dem ansehnlichen Unentschieden gegen Leipzig wohl auch mit einem unappetitlichen Dreier in Augsburg zufrieden.

Zumindest gab der St. Pauli-Trainer vor dem Treffen am Samstagnachmittag eine Feinschmecker-Warnung heraus. „Ich habe keine Glaskugel, aber solche Spiele werden meistens keine schönen Spiele“, sagte Blessin und sprach von einem bevorstehenden „Abnutzungskampf“: „Da muss Fußball gearbeitet werden.“

Nicht den Schneid abkaufen lassen

Das taten seine Schützlinge beim 1:1 gegen Leipzig durchaus zufriedenstellend, wovon die kollektive Laufdistanz von 128,24 Kilometern zeugte. Und auch der demonstrative Wille, das Spiel nach 0:1-Rückstand nicht verloren zu geben. Eine Qualität, die St. Pauli in der Vorsaison in Augsburg nicht an den Tag gelegt hatte. „Letztes Jahr haben sie uns den Schneid abgekauft“, erinnerte sich Blessin: „Das darf uns diesmal nicht passieren.“ Es brauche vielmehr „dieses Gefühl, dass jeder für den anderen da ist, um Fehler auszuwetzen und eine Positivität hereinzubringen“.

Videoanalyse mit „Szenen zur Entscheidungsfindung“

Auch gegen Leipzig noch ausbaufähig war das braun-weiße Offensivspiel, das erst mit dem Nachspielzeit-Elfmeter von Martijn Kaars in Zählbares umschlug. Deshalb standen bei der Videoanalyse nach dem Spiel „Szenen zur Entscheidungsfindung“ im Mittelpunkt. Leitfrage: Wie viel Raum und Zeit habe ich in der jeweiliegn Situation zur Verfügung? Das soll dazu beitragen, die „Ruhe und Klarheit zu haben, um den Raum dann auch zu sehen“. Gegen Leipzig wurde manche Gelegenheiten nicht erkannt oder überhastet vertan. Fazit Blessin: „Die Laufwege waren gut, an der Ausführung müssen wir noch feilen.“

Baum hat Augsburg stabilisiert

Da steht beim Fußball allerdings grundsätzlich ein Gegner im Weg. Das Hinspiel am Millerntor gewann St. Pauli mit 2:1 gegen den damals noch von Sandro Wagner trainierten FC Augsburg. Wagners erste Bundesliga-Station ist seit knapp zwei Monaten Geschichte, unter Nachfolger Manuel Baum blieb der FCA in vier Heimspielen unbesiegt und gewann zudem am vorigen Wochenende völlig überraschend mit 2:1 bei Branchenprimus Bayern München.


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„Sie haben ihre Art und Weise ein bisschen geändert und spielen jetzt auch mal den langen Ball auf den Zielspieler“, analysiert Blessin die Veränderung von Wagner zu Baum. Diese Exit-Strategie vermindert das Risiko, durch eigene Ballverluste in gefährlichen Zonen für Gegentore anfällig zu sein – trägt aber auch dazu bei, dass Partien der Augsburger gegen ähnlich strukturierte Gegner durchaus zäh verlaufen können.

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„In der Summe ist Augsburg nicht so weit weg von dem, was wir wollen“, sagte Blessin über den Gegner: „Ich glaube nicht, dass sie ins offene Messer laufen werden.“

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