Ex-Kiezkicker vor Rückkehr ans Millerntor: Wie geht es eigentlich Aljoscha Kemlein?
Er hat schon einmal an alter Wirkungsstätte vorbeigeschaut in diesem Jahr. Am 26. Januar war es, als Aljoscha Kemlein mit dem 1. FC Union Berlin am Millerntor gastiert und klar mit 0:3 den Kürzeren gezogen hatte. Am Sonntag kommt es zum erneuten Wiedersehen mit dem FC St. Pauli – aber wie ist es ihm, einem der Aufstiegshelden der Saison 2023/24 eigentlich in der Zwischenzeit ergangen?
Nun, zunächst nicht besonders gut. Denn die Begegnung in Hamburg war für den zentralen Mittelfeldmann gleichzeitig die letzte in der vergangenen Spielzeit. Eine Verletzung am Fuß hatte eine Operation notwendig gemacht just zu einem Zeitpunkt, als sich der Blondschopf in der Beletage etabliert hatte. Ein herber Rückschlag für den Mann, um den es im Sommer 2024 ein unwürdiges Tauziehen gegeben hatte. St. Pauli war bei dem Versuch, die Leihe Kemleins zu verlängern, auf den letzten Metern und diskutable Art und Weise bei den Eisernen abgeblitzt.
Ex-St. Paulianer Aljoscha Kemlein auf Höhenflug
Doch das ist inzwischen eine halbe Fußball-Ewigkeit her. In Köpenick kämpfte sich Kemlein mühsam wieder zurück und stand in den vergangenen vier Partien jeweils in der Anfangsformation. „Die Saison lief bisher nicht optimal für mich“, sagte er unlängst auf dfb.de. Gerade am Anfang habe er ein bisschen zu kämpfen gehabt. „Zuletzt bin ich wieder häufiger in die Startelf gerutscht. Gegen die Bayern haben wir dann ein richtig gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass man auch gegen so starke Gegner etwas holen kann.“
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2:2 war das Duell geendet, es war das erste Saisonspiel der Münchener, das sie nicht hatten gewinnen können. Und auch in der Länderspielpause ging es erfreulich weiter für den gebürtigen Berliner: Er gehörte jeweils zur Startelf bei den EM-Qualifikationsspielen der deutschen U21 gegen Malta (6:0) und in Georgien (2:0). Von daher wird Aljoscha Kemlein am Sonntag mit breiter Brust im alten Wohnzimmer aufschlagen. Aber die ehemaligen Weggefährten wären ihm gewiss nicht böse, wenn er bei seinem Höhenflug eine kurze Pause einlegen würde.
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