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Ex-Kiezkicker Lasse Sobiech: So schön ist der Aufstieg

Lasse Sobiech absolvierte nach seinem Wechsel von St. Pauli bisher 16 Einsätze für Köln.

Lasse Sobiech absolvierte nach seinem Wechsel von St. Pauli bisher 16 Einsätze für Köln.

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Er hat das geschafft, was auch für den FC St. Pauli bei mehr Konsequenz, Überzeugung und Leidenschaft möglich gewesen wäre: Ex-Kiezkicker Lasse Sobiech ist mit dem 1. FC Köln aufgestiegen – für ihn das erste Mal!

„Das ist ein Riesending! Es war ja mein Ziel, nach der Zeit in Fürth und beim HSV noch mal in der Bundesliga zu spielen – entweder durch einen direkten Wechsel oder einen Aufstieg.“ In der kommenden Saison ist es soweit.

Gefeiert wurde schon am Montag im Anschluss an den entscheidenden Sieg bei Greuther Fürth (4:0), erst in Nürnberg, einen Tag später ging es in der Domstadt rund: „Wir haben gemeinsam gegessen und das Champions-League-Spiel zwischen Liverpool und Barcelona verfolgt, dann waren wir in einer Disco und haben das eine oder andere Kölsch getrunken ...“

„Die Zweite Liga ist schwer, da marschiert man nicht einfach mal so eben durch“

Die Meisterschaft macht ihn stolz: „Die Zweite Liga ist schwer, da marschiert man nicht einfach mal so eben durch.“ Für ihn persönlich lief die Saison jedoch holprig. Der 28-Jährige, der 2017/18 als bester Innenverteidiger im Unterhaus galt und bei St. Pauli zu den Säulen des Teams zählte, kam nur auf 16 Einsätze – was allerdings auch (aber nicht nur) einer viermonatigen Verletzungspause geschuldet war: „Meine Bilanz ist okay, mehr aber auch nicht.“

„Widder do“ – Lasse Sobiech feiert mit Jonas Hector, Salih Özcan und Simon Terodde (v.l.) den Aufstieg.

„Widder do“ – Lasse Sobiech feiert mit Jonas Hector, Salih Özcan und Simon Terodde (v.l.) den Aufstieg.

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Obwohl seine künftigen Gegenspieler erstklassig sind, hofft der 1,96-Meter-Schlaks auf bessere Quoten: „Ich habe in der Hinrunde bis zu meiner Verletzung fünfmal von Anfang an gespielt und bewiesen, dass ich zum Stammpersonal gehören kann. Deshalb mache ich mir keine Gedanken, dass ich es in der Bundesliga nicht auch schaffen kann.“

Beim FC herrscht laut Sobiech trotz vieler Stars ein harmonisches Miteinander: „Keiner stellt irgendwelche Forderungen.“ Er ist mit Top-Torjäger Simon Terodde (28 Treffer in 31 Spielen), Marcel Risse und Frederik Sörensen eng befreundet. Vor allem Terodde und die beiden anderen Top-Stürmer Jhon Cordoba und Anthony Modeste machen ihm Mut, dass das Team auch in der Eliteklasse des deutschen Fußballs bestehen kann.

„Ich hätte mir gewünscht, dass St. Pauli zusammen mit uns aufsteigt“

Nach insgesamt fünf Jahren am Millerntor hat er noch gute Drähte zu den Kiezkickern, seine Kumpels sind Marc Hornschuh, Johannes Flum und Sami Allagui: „Sie haben mir – wie auch Richard Neudecker, Ryo Miyaichi und Torwarttrainer Matze Hain gratuliert. Ich hätte mir gewünscht, dass die Jungs zusammen mit uns aufsteigen. Zwei Siege mehr und sie hätten jetzt noch mitmischen können. Ich denke, in der Hinrunde haben sie über ihren Möglichkeiten gespielt, in der Rückrunde sind sie ein bisschen darunter geblieben.“

Nach dem Ende dieser Serie will sich Sobiech noch mal mit einigen St. Paulianern und weiteren Freunden in Hamburg treffen. Am 30. Mai geht’s mit Freundin Nina in den Afrika-Urlaub: „Wir starten in Kenia, wo ich ein Patenkind habe. Dann geht es über Tansania nach Ruanda. Danach feiern wir in Deutschland die Hochzeit meiner Schwester Raika.“

Schöne Aussichten! Ab Sommer will Sobiech dann mit Köln seinen Bundesliga-Traum leben. Auf dieses Gefühl müssen die Kiezkicker leider verzichten.