„Es kann ja nicht sein, dass…“: So sieht Blessin den angekündigten Stimmungsboykott
Der Zeitpunkt ist eigentlich denkbar ungünstig, aber komplett alternativlos. Beim so wichtigen Heimspiel gegen Union Berlin am Sonntag wird der FC St. Pauli in der Anfangsphase der Partie auf die Unterstützung der Fans verzichten müssen. Sicherlich nicht förderlich für die Mannschaft, aber Coach Alex Blessin hat eine klare Meinung zu der Aktion.
Sie werden schweigen in den ersten zwölf Minuten, so viel steht fest. Jubeln ist freilich nicht untersagt, sollte der Kiezklub in dem Zeitraum ein Tor erzielen, aber Support dürfen die Braun-Weißen zunächst nicht erwarten. Denn vom 3. bis zum 5. Dezember wird die Innenministerkonferenz in Bremen über einen ganzen Reigen an höchst umstrittenen Maßnahmen beraten, die sich gegen Fußball-Fans richten. Weil die Politik die Nummer bislang im stillen Kämmerlein und ohne Rücksprache mit irgendwelchen Fanvertreter:innen durchzieht, sind zwar nur Ansätze der „Ideen“ bekannt, aber die haben es in sich. Und genau dagegen richtet sich der Fan-Protest am Sonntag.
Coach Alex Blessin sieht St. Paulis Profis in der Pflicht
Nicht schön für die Profis, gewiss, aber trotzdem etwas, was auf Verständnis stößt. „Es ist wichtig, dass man seine Meinung kundtut in so einem Moment“, sagte Blessin. „Ich finde das gut.“ Die Frage sei indes, wie sich das äußert. „Ist es nur ein Schweigen? Sind es noch andere Maßnahmen?“ Diesbezüglich habe es in der Vergangenheit Situationen gegeben, als es zu einer Unterbrechung gekommen war. „Das hat uns in der Regel nicht gut getan.“
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Grundsätzlich aber erntet die bevorstehende Aktion die komplette Zustimmung des Trainers. Und er sieht auch eher seine Schützlinge in der Pflicht, das Stadion mitzunehmen. „Es kann ja nicht sein, dass wir jedes Mal erwarten, dass die Fans vorweg gehen und dann ziehen wir nach“, sagte er. „Der erste Schritt muss von uns kommen. Und da haben wir zwölf Minuten Zeit, die Fans anzuzünden. Und das wird unsere Prämisse sein.“
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