FC St. Pauli

Erkennen Sie ihn? Ex-Derbyheld taucht beim St. Pauli-Training auf

Ex-St. Pauli-Keeper Benedikt Pliquett (r.) mit dem aktuellen Schlussmann Simon Spari
St. Paulis Keeper Simon Spari bekam beim Training am Mittwoch Besuch von Benedikt Pliquett.

Manchmal gibt es im professionellen Fußball Verquickungen, auf die man sowahr nicht sofort kommen würde. Zum Beispiel zwischen St. Paulis Torhüter Simon Spari und einem seiner Vorgänger.

Der Andrang war vergleichsweise überschaubar. Den letzten Tag der Hamburger Schulferien nutzten zwar nochmal einige Eltern, um mit ihren Kids das öffentliche Training des FC St. Pauli zu besuchen und begehrte Autogramme zu ergattern, mehr als 100 Personen kamen unterm Strich am Mittwoch aber nicht zusammen. Darunter weilte auch ein Mensch, der einst als Profi des Kiezklubs unterwegs gewesen ist und als Derby-Held in die Geschichte einging.

Man schrieb den 16. Februar 2011, als sich Benedikt Pliquett (heute 41) in den braun-weißen Annalen verewigen durfte. Völlig überraschend stand die eigentliche Nummer zwei im Tor, als es im Bundesliga-Derby zum HSV ging.

Vorne knipste Gerald Asamoah, hinten hatte Pliquett immer mal wieder ein Körperteil dazwischen, am Ende feierte St. Pauli einen damals absolut sensationellen 1:0-Erfolg. Unvergessen das Bild, als Pliquett nach dem Abpfiff die Eckfahne mit Rautenflagge in bester Bruce-Lee-Manier malträtierte.

Benedikt Pliquett wurde mit Tritt gegen HSV-Fahne zum St. Pauli-Helden

St.-Pauli-Torwart Benedikt Pliquett tritt im Bundesliga-Derby die HSV-Eckfahne weg.
St.-Pauli-Torwart Benedikt Pliquett tritt die HSV-Eckfahne im Derby 2011 um.

Mehr als 15 Jahre ist das nun her, Bezug zum professionellen Fußball hat der inzwischen 41 Jahre alte Pliquett eigentlich schon lange keinen mehr. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel, und in diesem Fall heißt sie Simon Spari (24).

Benedikt Pliquett und Simon Spari waren zeitgleich bei Sturm Graz

Der Österreicher, bekanntlich Torhüter wie Pliquett, kam in Graz zur Welt und wurde in der Nachwuchsabteilung von Sturm Graz ausgebildet. Und zwar ab der letzten Halbserie, als Pliquett dort unter Vertrag stand (2013 bis 2015).

Entsprechend gab es genügend Gesprächsstoff, als der ehemalige den aktuellen Keeper am Mittwoch an der Kollaustraße besuchte. Spari hatte, wie die anderen Schlussmänner, etwas früher Feierabend als die Feldspieler, die noch recht heftige Tempoläufe zu absolvieren hatten. Er und Pliquett unterhielten sich eine ganze Weile, ehe sich die Wege nach allgemeinem Trainingsschluss wieder trennten.

 

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