Er spielt sonst nie: St. Pauli-Profi steht plötzlich im Rampenlicht
Natürlich waren es die besonderen Umstände, die ihn ins Rampenlicht befördert haben. Wäre nicht der Magen-Darm-Virus in den Reihen des FC St. Pauli grassiert, hätte die Wahrscheinlichkeit auf einen Einsatz von Fin Stevens in Leipzig tendenziell bei Null gelegen. Wieder einmal. Der Außenverteidiger musste aber ran – und machte einen prima Job!
Die Causa Stevens ist eigentlich ein Paradebeispiel dafür, das Profi-Fußballer gewiss nicht der ultimative Traumjob ist für junge Menschen, die diesen Sport lieben. Vor knapp zwei Jahren zum FC St. Pauli gewechselt, war der Waliser zu keinem Zeitpunkt auch nur im Ansatz nah dran, den Sprung in die Mannschaft auf Dauer schaffen zu können. Beim DFB-Pokalspiel in Halle hatte er seinen ersten und einzigen Startelf-Einsatz, 71 Minuten hatte er dort mitwirken dürfen. Bis zum Samstag war noch original eine (!) weitere Minute hinzugekommen, nämlich beim 3:0 gegen Union Berlin im Januar 2025.
Fin Stevens kam bei St. Pauli nie zum Zug
Davor und danach bestand Stevens‘ sportliches Dasein ausschließlich aus Trainingseinheiten. In der U23 darf er als Nicht-EU-Ausländer nicht spielen, sämtliche Optionen, ihn in den Transferphasen zu verleihen, zerschlugen sich. Aber der junge Mann, der immer noch gerade einmal 22 Lenze zählt, „hat sich nie hängen lassen“, wie St. Paulis Trainer Alexander Blessin voller Respekt erzählte. Und kam nun als Lohn in Leipzig auf 26 Minuten plus Nachspielzeit.
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„Fin hat es gut gemacht“, lobte Blessin seinen Schützling. Zumal angesichts der besonderen Umstände. „Und wenn du dann auf einmal gegen Diomande oder Gruda spielst auf der Seite – das ist natürlich was. Aber er hat alles gegeben, alles reingehauen.“