„Kennt sich gut damit aus“: Welchen Einfluss Ramadan beim FC St. Pauli nimmt
Seit dem 18. Februar läuft der muslimische Fastenmonat Ramadan, rund fünf Millionen Menschen sind davon in Deutschland betroffen. Zu ihnen zählen natürlich auch Hochleistungssportler wie Fußball-Profis, und in jedem Jahr taucht immer wieder aufs Neue die Frage auf, wie das mit körperlichem Wohlbefinden vereinbar ist. Auch beim FC St. Pauli müssen Spieler einen Weg finden, zum Beispiel Danel Sinani.
Für den Nationalspieler Luxemburgs ist das Thema Ramadan schon lange kein großes mehr. Sinani wird im April 29 Jahre jung, ist lange im Geschäft und hat seinen persönlichen Umgang längst gefunden, wie Alexander Blessin erläuterte. „An dem Tag, an dem er spielt, setzte er mit dem Fasten aus und holt den Tag dann nach“, ließ der Trainer des Kiezklubs wissen: „Für Sportler gibt es da ja generell Ausnahmegenehmigungen. Manche nehmen es an, manche nicht.“
St. Paulis Danel Sinani lief gegen Frankfurt fast 13 Kilometer
Bei Sinani mache er sich keine Gedanken. „Er ist jetzt zehn Jahre dabei und kennt sich gut damit aus“, sagte Blessin. Darum sei der umtriebige Mittelfeldmann auch beim jüngsten 0:0 zu Hause gegen Eintracht Frankfurt kein Wechselkandidat gewesen. „Er ist fast 13 Kilometer gelaufen. Und ich hatte nicht das Gefühl, dass er von seinem Leistungsniveau her eingebrochen ist. Er händelt das alles recht gut.“
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Und hätte gegen Frankfurt fast getroffen. „In eine solche Situation musst du erst einmal kommen“, erinnerte sich Blessin an den Pfostenknaller der ersten Halbzeit. „Er hat einen guten Schuss. Und einfach mal abzuziehen, auch um zu zeigen: Hey, wir sind da!“, das tute St. Pauli grundsätzlich immer gut.
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