FC St. Pauli
„Er bringt viel mit, aber...“: Wo sich St. Paulis neuer Australier noch verbessern kann
Der australische Markt hat sich bisher als Volltreffer erwiesen für den FC St. Pauli. In Sam Klein wurde zur neuen Saison ein weiterer Profi von dort verpflichtet, die ersten Eindrücke von ihm sind positiv.
Wer ihn im Umgang mit der Gruppe beobachtet, käme vermutlich nicht automatisch auf den Gedanken, dass er neu ist beim FC St. Pauli. Sam Klein ist schon mittendrin statt nur dabei, sucht den Dialog mit seinen neuen Mitspielern, scheint bereits menschlich wie sportlich integriert. Dass es in Bezug auf Letzteres noch Luft nach oben gibt, ist klar, aber die ersten Eindrücke sind durchaus positiv.
Beim 6:2 gegen Altona 93 und auch beim 3:1 bei Kickers Emden hatte der Zugang jeweils in der Anfangsformation der Hamburger gestanden. Und schon nach wenigen Minuten an der Adolf-Jäger-Kampfbahn war klar, dass Kleins Urteil über sich selbst, ein typischer „Box-to-Box-Mittelfeldspieler“ zu sein, nicht das verkehrteste ist. Klein eroberte in der Rückwärtsbewegung Bälle, suchte vorne schnell den Abschluss und war jeweils viel unterwegs.
St. Paulis Sam Klein bringt viel Physis und Torgefahr mit
Neun Treffer in 45 A-League-Spielen hatte er als Bewerbung nach Hamburg mitgebracht und gesagt: „Ich mag es, Tore zu schießen. Das ist der Teil meines Jobs, den ich am liebsten mag.“ In den bisherigen zwei Testspielen blieb er noch ohne Erfolg mit seinem starken rechten Fuß, auch sein sehr gutes offensives Kopfballspiel kam bisher zumindest noch nicht signifikant zur Geltung. Klar aber ist: Physisch passen die Voraussetzungen für den erst 22-Jährigen, der nach eigener Aussage „keine Angst vorm Verteidigen“ hat.
Mit seinen 1,88 Metern und den dazugehörigen 80 Kilo ist Klein stabil, geht keinem Zweikampf aus dem Weg. „Er bringt viel mit“, hat auch sein neuer Trainer schon festgestellt. „Aber ich glaube, er muss noch adaptieren, was Handlungsschnelligkeit angeht und Spielgeschwindigkeit.“ Aber sein Schützling sei „willig“, ergänzte Marcel Rapp. „Und wenn man die Voraussetzungen mitbringt und auch will, dann ist alles dafür da, dass er sich entwickelt.“
So sieht St. Paulis Coach Marcel Rapp Neuzugang Sam Klein bisher
Sam Klein hatte St. Paulis Weg allein schon wegen seiner beiden Landsleute Jackson Irvine und Connor Metcalfe verfolgt und dabei schnell die Erkenntnis gewonnen, „dass es eine Herausforderung für mich wird. Aber ich habe den Glauben daran, dass ich es in einer besseren Liga schaffen kann“. Ein wenig Anlaufzeit sei ihm dabei absolut gewährt. Zumal man bereits erkennen kann, was er dem FC St. Pauli eines Tages wird geben können.
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