Er arbeitete für St. Pauli und Union: Mrosko mit klarer Prognose für den Klassenkampf

Fujita und Rani Khedira kämpfen mit gestreckten Beinen um den Ball
Enorm wichtige Spieler für ihre Teams: Unions Rani Khedira (r.) und St. Paulis Joel Chima Fujita treffen am Sonntag in Köpenick aufeinander. Lars Mrosko freut sich auf das Duell.

Im operativen Geschäft tauchte er zuletzt nur beratend für einen Verein aus der 2. Bundesliga auf. Doch dass Lars Mrosko dennoch weiterhin sehr intensiv den Markt kennt und sein Ohr am Fußball-Zeitgeschehen hat, demonstriert nicht nur sein neues Buch. Der 48-Jährige ist auch noch firm mit den Themen bei seinen ehemaligen Arbeitgebern, und zwei von ihnen treffen am Wochenende aufeinander. Dabei liegen seine Sympathien eher beim FC St. Pauli, wenn der am Sonntag beim 1. FC Union in seiner Heimatstadt Berlin antritt. Und Mrosko hat auch eine Prognose für Braun-Weiß parat, die man auf dem Kiez sofort kaufen würde.

„Am Wochenende schaue ich jeden Tag drei, vier Spiele“, erzählt Mrosko im Gespräch mit der MOPO. „Von Bundesliga bis Regionalliga ist da alles dabei.“ Die größte Aufmerksamkeit widmet der Autor aufgrund der Spannung momentan den Vereinen, für die er mal gearbeitet hat. Und gleichwohl seine Zeit auf dem Kiez schon mehr als 20 Jahre zurückliegt, nicht einmal eine komplette Saison umfasste (vom 1. Juli 2002 bis zum 31. März 2003) und für ihn vor allem lehr-, aber insgesamt nur wenig erfolgreich gewesen ist, hat er einen größeren Bezug zu St. Pauli als zu seinem letzten Verein aus Köpenick.

Duell der Ex-Klubs: Lars Mrosko drückt FC St. Pauli die Daumen

Lars Mrosko verschränkt die Arme
Lars Mrosko landete mit „Mroskos Talente“ einen Kassenschlager. Am 1. April erschien sein zweites Buch.

Bei Union hatte Mrosko sein letztes offizielles Engagement im Fußball-Business, ehe er endgültig wieder ins „normale“ Arbeitsleben als Sportkoordinator einer großen Krankenkasse zurückgekehrt war. Von 2018 bis zum Sommer 2021 war er zuerst Scout und dann Leiter der Scouting-Abteilung Nachwuchs bei den Eisernen, die Punkte aber wünscht er am Sonntag den Gästen. Weil die im Kampf um den Klassenerhalt dringend Zählbares brauchen und seiner Meinung nach Engagement und harte Arbeit belohnt werden muss.

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Diese Woche als extradicke Feiertags-Ausgabe – u.a. mit diesen Themen:

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  • Wolfs-Alarm: Das passiert jetzt mit dem Raubtier vom Jungfernstieg

  • Verkehr: Tempo 30 bald auf viel mehr Straßen

  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche

  • 16 Seiten Sport: HSV-Legende lobt Überflieger Vuskovic & warum St. Paulis Ex-Scout an den Klassenerhalt glaubt

  • 28 Seiten Plan 7: Spektakel für die ganze Familie im Schauspielhaus & jede Menge Oster-Ausflugstipps

„Den VfL Wolfsburg und St. Pauli habe ich zuletzt oft gesehen“, erklärt er. Natürlich habe der VfL, wo Mrosko von Juli 2003 bis Dezember 2010 seine erfolgreichste Zeit verbracht hat, die größere individuelle Klasse. „Aber St. Pauli zeigt Mentalität, Laufbereitschaft und bringt enormes Tempo auf den Platz. St. Pauli geht über seine Grenzen. Und die Mannschaft scheint intakt zu sein.“ Das, so Mrosko, könne am Ende entscheidend werden.

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„Ich würde beiden Vereinen sehr wünschen, dass sie in der Bundesliga bleiben.“ Man müsse dann halt nur schauen, wer den Umweg Relegation gehen müsse, wobei Mrosko sich dann doch festlegt: „St. Pauli springt noch über den Strich auf Rang 15, Wolfsburg rettet sich über die Relegation, aber sie retten sich.“ Und wer steigt direkt ab? „Heidenheim ist klar. Und dann denke ich, dass der 1. FC Köln da noch ganz unten reinrutscht.“