„Endlich mal wieder“: Das St. Pauli-Personal lässt Blessin strahlen
Es hatte sich in den vergangenen Tagen schon angedeutet, seit Freitagnachmittag ist es Gewissheit: Der in den vergangenen Wochen personell so gebeutelte FC St. Pauli kann rechtzeitig zum eminent wichtigen Nordduell gegen Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) am Millerntor wieder auf wichtige Säulen setzen, die zuletzt gefehlt hatten. Und das blieben nicht die einzigen positiven Aspekte, die Alexander Blessin zu verkünden hatte.
Ein Ausfall von Hauke Wahl war bei Braun-Weiß immer mit einer Niederlage verbunden, einzige Ausnahme war das 2:1 gegen Stuttgart vor zwei Wochen. Auch deswegen ist es von Bedeutung, dass der Routinier nach ausgestandener Bänderzerrung im Knie wieder wird mitwirken können. „Uns war es wichtig, dass er schon an den freien Tagen trainieren und ein sehr gutes Signal an uns senden konnte“, erklärte der Trainer. Die Schmerzen seien immer weniger geworden, und das ohne den Gebrauch von Tabletten, was für den Notfall noch eine Möglichkeit wäre.
St. Pauli freut sich auf drei Rückkehrer gegen Bremen
„Aber das ist Stand jetzt keine Frage“, fuhr Blessin fort und erklärte den Schreck-Moment vom Donnerstag-Training, als Wahl „eine komische Bewegung“ gemacht und entsprechend Angst gehabt habe. Die erwies sich dankenswerterweise als unbegründet, „er hat dann ja in der letzten Form wieder mitgespielt und auch am Freitag komplett die Einheit durchgezogen“. Auch Eric Smith, den Schmerzen an der Ferse zu schaffen gemacht hatten seit Augsburg, habe alles ausgestanden. „Er war sehr gut unterwegs“, freute sich Blessin. „Auch Mathias Pereira Lage hat auf die Belastung sehr gut reagiert und steht wieder zur Verfügung.“

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Während Letztgenannter im Kader stehen, aber zunächst auf der Bank sitzen wird – so viel ließ Blessin bereits durchblicken –, sind Smith und Wahl natürlich Startelf-Kandidaten. „Endlich mal wieder die Qual der Wahl zu haben, ist doch was Schönes. In der Situation waren wir in den letzten Wochen nicht so oft“, befand Blessin und wurde nicht konkret, inwieweit er die Anfangsformation zu verändern gedenkt. Vielmehr sei es auch wichtig, eine gute Bank zu haben. „Spiele werden oft erst ab der 60., 70. Minute entschieden. Deswegen ist es umso wichtiger, Qualität und Energie reinbringen zu können.“
Frohe Kunde auch von Kiezkicker Connor Metcalfe
Für die nahe Zukunft kündigt sich zudem das Comeback weiterer Alternativen an. „Connor Metcalfe war erstmals wieder eine komplette Woche dabei“, sagte Blessin. Das Knie des Australiers, der in diesem Jahr noch nie zum Kader gezählt hatte, habe nicht reagiert.
„Da bin ich froh“, freute sich der 52-Jährige, ließ aber offen, ob Metcalfe angesichts der größeren Auswahl schon wieder Kader-Thema werden könne.
David Nemeth kehrt ins Teamtraining zurück
Für David Nemeth ist das noch völlig auszuschließen, dennoch hatte der Österreicher eine sehr erfreuliche Woche mit der Rückkehr auf den Platz nach seiner Leisten-OP, einigen individuellen Einheiten und schließlich der Rückkehr zu den Kollegen am Freitag. „Das hat mich sehr, sehr gefreut und ist von der Mannschaft mit einem lauten Klatschen quittiert worden. Es war auch eine lange Leidenszeit.“
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Jetzt aber gibt es zur Abwechslung mal ausschließlich gute Nachrichten. „Und die wollen wir natürlich mitnehmen für das Spiel am Sonntag.“
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