„Eine harte Saison“: St. Paulis Keeper will seinen zweiten Abstieg verhindern
Es ist schon mehr als eine Dekade her. Und es ist Nikola Vasilj anzumerken, dass er sich nur ungern an diese Zeit zurückerinnert. Aber St. Paulis Schlussmann hat in den Kindertagen seiner Profi-Karriere schon einmal am eigenen Leib miterleben müssen wie es ist, abzusteigen. Eine Wiederholung, das machte der 30-Jährige auch klar, braucht er nicht zwingend für seine Vita.
In der Saison 2014/15 war das damalige Torhüter-Talent innerhalb Bosniens von Zrinjski Mostar zu Igman Konjic in die dortige 2. Liga verliehen worden. In 25 Partien hatte es 45 Mal bei ihm eingeschlagen, am Ende stieg sein Verein als abgeschlagenes Schlusslicht ab. Das soll ihm mit dem FC St. Pauli nicht auch passieren.
St. Paulis Nikola Vasilj stieg in Bosnien aus der 2. Liga ab
„Ja, das war eine harte Saison für mich“, räumte Vasilj unumwunden ein, um zu ergänzen: „Aber im Prozess des Erwachsenwerdens ist das, glaube ich, einfach Erfahrung.“ Und zwar, so seine heutige Erkenntnis, eine großartige, die ihm weitergeholfen habe. „Ich habe in jener Saison so viele Gegentore kassiert, und für mich war es einfach so: Ich versuche, so viel wie möglich aus diesen Gegentoren und verlorenen Spielen zu lernen.“
Natürlich tue es am Ende weh, wenn man absteigt. „Aber es ist etwas, das einem Erfahrung bringt“, erklärte Vasilj, „man lernt einfach daraus. Es ist zwar eine negative Sache, aber für mich geht es immer darum, wie man so viel Positives wie möglich daraus mitnehmen kann“. Das treffe auch auf die aktuelle Situation beim FC St. Pauli zu. „Wir müssen einfach den Fokus auf uns selbst richten, auf unser Spiel.“ Denn man habe in Leipzig ein gutes Spiel abgeliefert, „nachdem ein paar Partien zuvor nicht gut genug waren. Und genau das ist es, was wir mit in das nächste Spiel nehmen müssen: Wir müssen erneut eine gute Leistung zeigen, alles geben und einfach versuchen, das Spiel zu gewinnen“.
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Gut, dass St. Paulis Coach offenbar die gleiche Herangehensweise pflegt. „Er ist immer noch derselbe“, sagte Vasilj über Alexander Blessin, „und es gibt, glaube ich, nur eine einzige Sache, die er will: dass jeder, der spielt, mental bereit ist. Mut ist das Wichtigste“. Denn ohne eben diesen wird es für den Kiezklub unmöglich, Nikolas Vasiljs zweiten Abstieg in seiner Karriere zu verhindern.