Fabian Hürzeler in Brighton

Fabian Hürzeler wirkte nach dem 0:1 gegen Crystal Palace merklich angeschlagen. Foto: IMAGO/Shutterstock

„Du weißt nicht, was du tust“: Ex-St. Pauli-Coach bläst der Wind ins Gesicht

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Als er den FC St. Pauli vor rund eineinhalb Jahren verließ, sah alles nach einem Perfect Match aus. Fabian Hürzeler trat bei Brighton & Hove Albion die Nachfolge von seinem Vorbild Roberto De Zerbi an, zwar nicht als Wunschkandidat Nummer eins der Engländer, aber schon weit oben auf der Liste. Lange lief es zwischen gut und in Ordnung für den mittlerweile 32-Jährigen, doch aktuell dreht sich der Wind und bläst ihm ziemlich heftig ins Gesicht.

Die Ereignisse hatten ihn getroffen, daraus machte er gar keinen Hehl. „Es ist der schwierigste Moment meiner Karriere, aber ich werde die Kritik annehmen“, sagte der immer noch sehr, sehr junge Coach nach dem, was sich am Sonntag zugetragen hatte.

Schon während des Heimspiels gegen Crystal Palace hatten die Fans der Seagulls mit einem spöttischen „You don’t know what you’re doing“ (Du weißt nicht, was du tust)-Gesang einen Dreifach-Wechsel Hürzelers kommentiert. Als die 0:1-Niederlage feststand, waren zudem noch die auf der Insel üblichen „You’re getting sacked in the morning“ (Morgen früh wirst du entlassen)-Chöre zu vernehmen.

Ex-St. Pauli-Trainer Fabian Hürzeler in der Krise

Das geschah dann zwar nicht, dennoch war der Trainer natürlich angefasst. „Jeder kann sich vorstellen, wie man sich fühlen würde, wenn 25.000 Menschen Forderungen stellen und über einen singen“, sagte er – und gab sich kämpferisch: „Es gibt nur zwei Möglichkeiten: aufgeben oder noch härter arbeiten“, erläuterte er. Und das zweite sei „immer die Option gewesen, für die ich mich in meinem Leben entschieden habe. Deshalb sitze ich hier, weil ich niemals aufgebe. Und das werde ich auch weiterhin nicht tun“.

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Glaubt man Hürzeler sofort, wenn man ihn noch aus Kiezklub-Tagen kennt. Und trotzdem wird er Ergebnisse brauchen: Von den letzten zwölf Liga-Partien hat Brighton nur eine gewinnen können, ist in der Tabelle der Premier League auf Rang 14 abgerutscht. Schon am heutigen Mittwoch bietet sich für ihn die nächste Gelegenheit, die Hürde ist allerdings enorm hoch: es geht zum Tabellendritten Aston Villa.

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