Ronny Seibt in Dortmund

Beim BVB hatte Ronny Seibt in der Vorsaison zum Kader gezählt. Derzeit ist der junge Keeper auf Vereinssuche. Foto: WITTERS

Drei Ex-St. Paulianer und die schier endlose Suche nach einem neuen Verein

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Wer sich in jungen Jahren dafür entscheidet, den Weg in den professionellen Fußball zu suchen, muss immer damit kalkulieren, dass das auch in einer Sackgasse enden, zumindest aber frustrierende Phasen mit sich bringen kann. Diese Erfahrung machen zurzeit gleich mehrere Ex-Spieler des FC St. Pauli, die der Klub eigentlich aktuell gut gebrauchen könnte. Wenn auch nicht für die Bundesliga-Mannschaft.

Der junge Mann hatte sein Talent durchaus unter Beweis gestellt, unter anderem bei einem Testspiel gegen Hannover 96 mitwirken und dabei überzeugen dürfen. Zudem hatte er beim Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund zum Kader gezählt. Trotzdem war im Sommer Schluss für Keeper Ronny Seibt bei Braun-Weiß. Allerdings gingen viele davon aus, dass es für den 20-Jährigen kein großes Problem werden dürfte, einen neuen Verein zu finden. Ein Trugschluss, wie sich längst herausgestellt hat.

Ex-Kiez-Keeper Ronny Seibt in Aachen im Probetraining

Seibts Suche verlief lange erfolglos. Dann bot sich ihm doch eine Chance, der kroatische Klub NK Vukovar, immerhin Erstligist, klopfte an und nahm ihn im September unter Vertrag. Allerdings war das Glück nur von sehr kurzer Dauer: Bereits Mitte Oktober hatte sich das Thema bereits wieder erledigt, alles ging von vorne los in einer Zeit, als die Saison bereits auf Hochtouren lief. Kein guter Zeitpunkt …


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Entsprechend ernüchternd verliefen die zwei Folgemonate, ehe sich erneut eine Tür einen Spalt breit öffnete. Drittligist Alemannia Aachen mit dem ehemaligen St. Paulianer Rachid Azzouzi als Sportchef suchte bzw. sucht einen Back-up-Torhüter, kurz vor Weihnachten trainierte Seibt einige Tage zur Probe mit – allerdings offensichtlich erfolglos. Laut „Aachener Zeitung“ wird er keinen Vertrag erhalten.

Es heißt für ihn also weiter, Geduld aufzubringen. Und er ist damit nicht alleine. Genauso ergeht es mit Eric Oelschlägel einem weiteren Schlussmann, der bis zum Sommer bei St. Pauli eine Festanstellung gehabt hatte. Die hatte aus der Torwart-Not der vergangenen Saison resultiert, in der aktuellen hatte sich Braun-Weiß mit Simon Spari (Klagenfurt) eine neue Nummer drei gesichert, mit 23 Jahren sieben jünger als der erfahrene Oelschlägel. Der Haken aktuell: Spari zog sich einen Riss der Syndesmose zu, musste operiert werden und fällt länger aus.

Ex-St. Paulianer Emil Staugaard hat sich verletzt

Somit wird der Österreicher vor allem der massiv abstiegsgefährdeten U23 fehlen. Genauso wie ein Feldspieler, der zwei Jahre lang Stabilitätsfaktor des Unterbaus war und regelmäßig bei den Profis reinschnupperte. Der Däne Emil Staugaard zählte in der Regionalliga zu den Leistungsträgern, hatte nach oben aber keine Perspektive mehr, nachdem St. Pauli in Jannik Robatsch – ebenfalls aus Klagenfurt – einen anderen Spieler für die Innenverteidiger-Position geholt hatte.

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Staugaard, so könnte man meinen, hat mit dem Thema Fußball abgeschlossen. Er ging zurück in sein Heimatland, schloss sich aber keinem neuen Verein an. Auf seinem Insta-Account sind keinerlei Hinweise darauf zu finden, dass er es noch mal versuchen will, Staugaard postet ausschließlich private Geschichten. Der Hintergrund ist allerdings ein unglücklicher: Der 24-Jährige hat sich im Sommer das Kreuzband gerissen und arbeitet derzeit an seinem Comeback.

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