Peter Nemeth und Jackson Irvine beim Ärger in Berlin

Peter Nemeth (l.) regte sich mächtig über den Platzverweis von Jackson Irvine (M.) auf. Foto: imago/Matthias Koch

Doppel-Rot in Berlin mit dramatischen Folgen für St. Pauli

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Der Mann war auf Zinne, und das schon lange, bevor es ihm persönlich an den Kragen ging. St. Paulis Kapitän Jackson Irvine hatte für manch eine skurrile Entscheidung von Referee Tobias Welz nur sichtbares Kopfschütteln übrig, und am Ende bescherte ihm der Unparteiische gar noch ungewollt ein freies nächstes Wochenende.

Es lief die 85. Minute an der Alten Försterei, als der Australier an der Seitenauslinie gegen Unions András Schäfer zu spät kam. Ein klares Foul, keine Frage, und auch die Gelbe Karte – die erste eines durchaus intensiven Spiels – war eine logische Folge. Acht Minuten später gab es das Duell der beiden Protagonisten erneut. Mit demselben Ausgang. Und dramatischen Folgen für den Australier in Braun-Weiß.

Jackson Irvine sieht zweimal Gelb in wenigen Minuten

Irvine erwischte Schäfer inmitten der Berliner Hälfte beim Kampf um den Ball. Welz ließ zunächst weiterlaufen, als sich aber kein Vorteil für Union daraus ergab, pfiff er und zeigte Irvine die Ampelkarte. „Die kann er schon geben“, räumte Alexander Blessin ein. „Aber für uns ist das natürlich unglücklich, Jacko wird uns gegen die Bayern auf jeden Fall fehlen.“

Rote Karte für St. Paulis Co Peter Nemeth

Und auf noch einen wird St. Pauli am kommenden Samstag am Millerntor verzichten müssen. Einen, der sonst immer die fleischgewordene Ruhe ist, sich im Griff hat, am Ostersonntag aber nicht mehr an sich halten konnte. „Dass die Emotionen nach der Gelb-Roten Karte hochgekocht sind, ist klar“, erläuterte Blessin, der diesmal ganz cool geblieben war – im Gegensatz zu seinem Co-Trainer. Peter Nemeth schimpfte und gestikulierte, bis Welz ihm schließlich die Rote Karte vor die Nase hielt.

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„Er hat nichts Böses gesagt“, beteuerte Blessin und mutmaßte, dass die Art und Weise, wie der Slowake aus dem Sitz gesprungen sei, zu der harten Bestrafung geführt hatte. „Ich glaube“, meinte Blessin, „dass da auch eine Gelbe Karte gereicht hätte.“ Auch Union-Trainer Steffen Baumgart war der Szenerie gefährlich nah, hatte aber am Ausgang wohl keinen Anteil. In jedem Fall nahmen sich er und Blessin später in den Katakomben sehr, sehr herzlich in die Arme.

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