„Die Angst war groß“: Warum St. Paulis Fujita erst so spät ins Spiel kam
Zäsur und Premiere. Der Sieg des FC St. Pauli gegen Stuttgart war wettbewerbsübergreifend das erste Spiel gewesen, in dem Joel Chima Fujita seit seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer nicht in der Startelf der Kiezkicker gestanden hatte. Beim Spiel in Leverkusen gab der Japaner dann sein erstes Comeback im Trikot der Braun-Weißen und sorgte in der 86. Minute für den ersten Schuss seiner Mannschaft auf das Tor der Gastgeber, ein für sein Team wenig schmeichelhafter Fakt.
Ein kleiner Lichtblick im kollektiven Frust über die 0:4-Niederlage und die schwache Mannschaftsleistung war aber seine Einwechslung in der 69. Spielminute, denn sie zeigt: Der Mittelfeldmann hat seine Probleme überstanden und ist wieder bereit.
Blessin erklärt späte Einwechslung von Fujita
„Er kommt aus einer muskulären Verletzung“, begründete Blessin den vergleichsweise kurzen Einsatz des japanischen Nationalspielers, der für James Sands in die Partie gekommen war, dem eine fünfte Gelbe Karte und damit eine Sperre gedroht hatte.
Es sei wichtig gewesen, Fujita „Spielzeit zu geben“ und sich wieder an den Wettkampf zu gewöhnen und das Gefühl und die Überzeugung zu geben, „dass da nicht noch mal irgendwas passiert. Da war die Angst groß“, berichtete der Coach von den Sorgen des Spielers.
Nationalspieler hatte zuvor keine ernstere Verletzung
Das mag auch daran liegen, dass der 23-Jährige in seiner Profikarriere zuvor noch keine Verletzung hatte und demnach Erfahrungswerte fehlen. In den rund 25 Minuten, die Fujita gegen Leverkusen spielte, sah es aber nicht danach aus, dass er zögerlich oder ängstlich in die Zweikämpfe ging. Ein erfolgreicher Arbeitsversuch.
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Einem längeren Einsatz am Sonntag im Heimspiel gegen Werder Bremen, möglicherweise wieder von Anfang an anstelle von Mathias Rasmussen, dürfte damit nichts im Wege stehen. Bestenfalls hat ihm die überschaubare Zwangspause gutgetan.
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