DFB-Star über St. Pauli-Kapitän Irvine: „Genauso bescheuert wie ich!“
Es möchte so sein, dass das nicht jedem beim und rund um den FC St. Pauli gefällt. Fakt aber ist, dass Jackson Irvine weiterhin DAS Gesicht des Kiezklubs ist. Deutlich wird das aktuell anhand einer Dokumentation namens „Road to the Americas“, die fünf Bundesliga-Stars eine Saison lang auf dem Weg zu WM begleitet.
Neben Frankfurts Ritsu Doan, Dortmunds Nico Schlotterbeck, David Raum von RB Leipzig und Malik Tillman (Bayer Leverkusen) ist St. Paulis langjähriger Kapitän einer der Hauptdarsteller der sechsteiligen Serie. Die gibt es bei Sky, DAZN, RTL+ sowie in der App von bundesliga.de zu sehen und erlaubt ziemlich intime Einblicke in das Leben der Protagonisten. Bei Irvine dreht sich logischerweise vieles um seine Fußverletzung und den bösen Rückschlag, den der 33-Jährige zu Beginn des Jahres 2026 erlebte.
Schock für St. Paulis Jackson Irvine im Januar
Zunächst sind Bilder von seinem Sri Lanka-Urlaub aus dem Winter zu sehen, wo er zunächst Projekte von wohltätigen Organisationen begutachtete und danach noch Zeit für Sonne und Meer fand. „Ich war eigentlich gut erholt“, sagt Irvine, „aber in der ersten Januar-Woche brach wieder alles über mich hinein.“ Die damalige MOPO-Schlagzeile „Schock auf dem Kiez: St. Pauli-Kapitän Jackson Irvine fällt erneut aus – WM in Gefahr?“ wird eingeblendet, dann sagt Irvine: „Dir wird plötzlich gesagt, dass dir alles genommen wird. Wir alle dachten, dass die Saison vorbei wäre.“
Bei der ersten Einheit der Vorbereitung habe er wieder Schmerzen im operierten Fuß gespürt, „die Bruchstelle hatte sich wieder geöffnet“. Eine erneute OP schien unumgänglich, aber dann habe der Osteologe die Idee gehabt: „Wenn du sowieso operiert wirst, spielt Zeit eigentlich keine Rolle, weil du alles sowieso verpasst. Warum schauen wir also nicht, ob es für dich möglich ist, so zu spielen?“
Kiezklub-Kapitän gegen den HSV mit gebrochenem Fuß
Und dann saß er beim Derby gegen den HSV wieder auf der Bank. „Natürlich birgt das ein gewisses Risiko“, sagt Irvine. Aber alle, vor allem er, hätten das akzeptiert. „Ich werde alles tun, um meiner Mannschaft zu helfen, die Klasse zu halten. Und zweitens ist das meine einzige Chance, im Sommer an der WM teilzunehmen.“ Tatsächlich wurde Irvine im Derby eingewechselt, „und als ich auf den Platz lief, dachte ich: Ich kann nicht glauben, dass das alles gerade passiert. Aber es war ein wichtiger Schritt zu spüren, dass mein Fuß es aushält, auf diesem Level zu spielen“.
Viel Respekt für St. Paulis Jackson Irvine
„Er hat das als Kapitän so durchgezogen und die Schmerzen in Kauf genommen“, äußert Trainer Alexander Blessin anschließend seinen Respekt. „Das ist umso mehr herauszuheben, was er in dem Moment geleistet hat.“ Ebenso wertschätzende, aber andere Worte findet DFB-Nationalspieler David Raum für seinen Berufskollegen. „Was für ein verrückter Hund. Der ist genauso bescheuert wie ich wahrscheinlich. Das ist ein richtiger Leader, der voran geht, selbst wenn sein Fuß gebrochen ist.“
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