Der St. Pauli-Crash und die Folgen: „Das sieht schon übel aus“
Rein fußballerisch hatte die Partie des FC St. Pauli beim FSV Mainz 05 (0:0) herzlich wenig zu bieten, eine spektakuläre Szene gab es dennoch – und schön war die nicht. Nach dem Crash zwischen Nikola Vasilj und Louis Oppie musste man zunächst Schlimmes befürchten, Stand jetzt aber lief der Unfall glimpflich ab.
Es lief die 59. Minute, als ein Flankenball von der linken Mainzer Angriffsseite in den Hamburger Strafraum segelte. St. Paulis Torhüter Nikola Vasilj hatte den Blick voll auf den Ball gerichtet, lief raus, um ihn abzufangen, sprang hoch, schnappte sich die Kugel – und rauschte mit voller Wucht in seinen Mannschaftskollegen hinein. Beide Protagonisten blieben am Boden liegen, und die Wahrnehmung im Stadion ließ vermuten, dass Böses passiert war.
St. Paulis Niko Vasilj und Louis Oppie rauschen zusammen
„Ich habe die Situation auch nicht mehr so genau im Kopf“, erinnerte sich Oppie. „Ich wollte halt zum Ball und habe dann gesehen, okay, Niko kommt auch angerannt, war mir aber nicht sicher, ob der Gegenspieler vor mir an den Ball kommt, wenn ich weggehe. Und dann war das irgendwie eine komische Situation.“ Eine, von der Oppie bei Betrachtung der TV-Bilder selbst sagen musste, dass sie „ein bisschen übel aussieht“.
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Beide St. Pauli-Profis mussten eine Weile lang behandelt werden. Vasilj hielt sich die linke Schulter, bei Oppie hingegen schmerzte zunächst offenbar gar nichts. „Ich bin blöd aufgekommen. Im ersten Moment habe ich es durch das Adrenalin gar nicht so gemerkt, aber wenn man ein bisschen zur Ruhe kommt, merkt man: Okay, das Bein fühlt sich ein bisschen komisch an“, sagte er später mit einem dicken Eisbeutel an der lädierten Stelle.
Louis Oppie wurde dann doch noch ausgewechselt
Eine Viertelstunde nach dem Zusammenprall wurde der Mann für die linke Schiene dann doch gegen Lars Ritzka ausgewechselt. „Das war auch eine Sicherheitsmaßnahme, dass sie nicht wollten, dass da vielleicht doch noch irgendwie was kommt“, erklärte er. „Ich denke, es ist alles gut. Bei Niko auch, das ist die Hauptsache.“
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