Manolis Saliakas beim Baby-Jubel

Manolis Saliakas feierte sein Tor gegen Stuttgart mit dem Baby-Jubel. Foto: WITTERS

Der Jubel war schon vor dem Tor im Kopf: St. Paulis Saliakas lüftet Baby-Geheimnis

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Er gehört zu denen, deren jüngere Vergangenheit besonders schmerzhaft gewesen ist. Nicht nur, dass Manolis Saliakas die Niederlagenserie des FC St. Pauli im Herbst 2025 zu großen Teilen auf dem Platz miterlebte, der Grieche war danach zunächst verletzt und dann auch lange nicht mehr gefragt. Das hat sich in den vergangenen Wochen geändert, am Samstag gegen Stuttgart folgte ein sportliches Highlight, ein privates liegt noch vor dem 29-Jährigen.

Das weiß man, weil er ein Tor erzielt hat. Endlich mal wieder. In der vergangenen Saison hatte der Rechtsverteidiger das erste Liga-Heimtor überhaupt für den Kiezklub nach dem Aufstieg erzielt, wohlgemerkt im November (!!!) gegen Kiel. Dann traf Saliakas quasi zum Klassenerhalt, als er beim 2:2 bei Eintracht Frankfurt mit einem wunderschönen Lupfer erfolgreich gewesen war. Und auch sein 1:0 gegen Stuttgart – die erste Bude in dieser Spielzeit – war absolut sehenswert.

St. Paulis Manolis Saliakas erzielt sein erstes Saisontor

„Ich habe schon über das Jubeln nachgedacht, als der Ball zu mir kam“, verriet er später grinsend. „Ich hatte einfach so viel Platz!“ Und den nutzte der schussgewaltige Profi und schweißte das Runde unhaltbar ins Eckige. „Es ist sehr schön, ein Tor zu schießen, noch mehr, wenn es so ein wichtiges Tor ist.“ Und wenn man sich danach mit der Geste freuen darf, wie es bei ihm eben der Fall gewesen ist. Eine Geste, die man kaum falsch interpretieren kann.

Manolis Saliakas wird im Sommer erstmals Papa

Saliakas schnappte sich den Ball, schob ihn unter das Trikot, imitierte einen dicken Bauch und schob sich den Daumen lutschend in den Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Termin ist im Juni.“ Und so wurde dieser graue und verregnete Februar-Nachmittag für ihn zu einem, an dem gefühlt die wärmende Sonne seiner Heimat Kreta von einem strahlend blauen Himmel schien.

Noch mehr deshalb, weil unterm Strich nach einem unglaublichen Fight ein so immens wichtiger Dreier zu Buche stand. „Das war sehr wichtig“, pustete er durch. „Wir haben Mentalität gezeigt. Wir sind zurück, wir kämpfen, um in der Liga zu bleiben.“ Und wenn man das so mache wie gegen den VfB, dann ist das große Ziel Klassenerhalt machbar, findet er.

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In jedem Fall „kann uns dieses Spiel einen Boost für die weitere Saison geben“, meinte Saliakas angesichts der zahlreichen Ausfälle von Leistungsträgern, die von der Mannschaft kompensiert werden konnten. „Wir haben einen Plan, wir haben Abläufe, wir haben die Qualität“, sagte er, „aber wir müssen an uns glauben.“ So wie am Samstag. Einem Tag, den Manolis Saliakas mit ein paar Worten nur treffend einordnen konnte: „Ich bin sehr glücklich!“

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