Lars Ritzka stoppt Mohammed Amoura

Mohammed Amoura (hier von Lars Ritzka gestoppt) ist vom Afrika-Cup zurück. Foto: imago/Christian Schroedter

Debakel vor St. Pauli-Spiel: Was Wolfsburg jetzt große Hoffnung macht

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Man kann ja mal verlieren bei den Bayern, das ist nicht das Thema. Aber der Ton macht die Musik, und eben jener sorgte in Wolfsburg nun für massive Dissonanzen. Das 1:8 bei den Bayern am Sonntagabend hat den Druck auf den VfL erhöht, der vor wegweisenden Wochen steht – und schon am Mittwoch gegen St. Pauli auf einen Rückkehrer setzen wird.

„Kompletter Ausfall“, „So besteht man in der Bundesliga nicht“, „So darf man nicht einbrechen“, „peinlich“: Man ging nicht zimperlich mit sich ins Gericht bei den Wölfen nach der Schmach von München, die die höchste Erstliga-Niederlage in der Geschichte der Niedersachsen gewesen ist – und noch einiges mehr. Denn eigentlich wähnte man sich an der Aller auf einem guten Weg, seitdem Daniel Bauer den Trainerjob von Paul Simonis übernommen hatte, zunächst interimistisch, dann komplett. Doch vor Weihnachten gab es das 3:4 zu Hause gegen Freiburg, jetzt das Desaster beim Rekordmeister. Statt Entspannung wartet fortan Abstiegskampf pur auf Grün-Weiß.

St. Pauli-Gegner VfL Wolfsburg vor wegweisenden Wochen

Das beginnt am Mittwochabend, wenn der in der Bundesliga gegen den VfL noch ungeschlagene FC St. Pauli in der Volkswagen-Arena aufschlägt. Drei Tage später kommt der 1. FC Heidenheim nach Wolfsburg, das danach zunächst in Mainz und schließlich in Köln anzutreten hat. Vier Begegnungen, nach denen vermutlich deutlich sein wird, was auf das stets international ambitionierte Wolfsrudel in dieser Saison zukommen wird.

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Wer in zwei Spielen zwölf Gegentore schluckt, hat das kleinere Problem sicherlich in der Offensive. Dennoch wird man beim VfL Wolfsburg heilfroh sein, dass Algerien beim Afrika-Cup die Segel streichen musste. Denn gleichwohl Mohammed Amoura ein bescheidenes Turnier gespielt hat (nur ein Assist in vier Partien), ist er für seinen Klub nur schwer bis gar nicht zu ersetzen. Der einstige Schützling von Kiezklub-Coach Alex Blessin in St. Gilloise ist mit sechs Treffern aus 14 Spielen bester Knipser.

Mohammed Amoura traf in der Vorsaison gegen St. Pauli

Eine Pause würde dem 25-Jährigen vermutlich guttun, schließlich hatte er keinerlei Winterpause. Doch in Wolfsburg erwartet man Amoura sehnsüchtig zurück, womöglich bereits am heutigen Montag. Der Angreifer, so heißt es, solle auf jeden Fall dem Aufgebot gegen St. Pauli angehören. Ob er bereits beim Anpfiff auf dem Platz stehen wird, hängt von seinem Fitnesszustand ab und davon, wie er die klimatischen Unterschiede verkraften kann. Beim 1:1 in der Vorsaison hatte Amoura per Strafstoß das Wolfsburger Tor erzielt.

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