FC St. Pauli

Das Warten hat ein Ende: Zukunft von St. Paulis U23 endlich geklärt

Luca Günther mit St. Pauli-Trikot und Kapitänsbinde
Luca Günther wäre dem FC St. Pauli auch in der Oberliga erhalten geblieben. Jetzt darf sich der Kapitän der U23 über eine weitere Saison in der Regionalliga freuen.

Sportlich ist St. Paulis U23 aus der Regionalliga abgestiegen, doch durch das Chaos bei 1860 München keimte Hoffnung auf. Jetzt ist eine Entscheidung gefallen.

Gut Ding will eben Weile haben. Noch am Donnerstagnachmittag wartete man beim FC St. Pauli händeringend auf Informationen, wie es denn jetzt mit der sportlichen Zukunft der eigenen U23 aussieht. Am frühen Abend herrschte dann endlich Gewissheit.

„Die U23 des FC St. Pauli wird auch in der Saison 2026/2027 in der Regionalliga Nord an den Start gehen“, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung des Norddeutschen Fußball-Verbands (NFV). „Hintergrund ist die veränderte Situation infolge des Verbleibs des TSV Havelse in der 3. Liga, die den Hamburgern, Tabellen-16. der abgeschlossenen Spielzeit, ermöglicht, doch noch die Klasse zu halten.“

St. Paulis U23 bleibt in der Regionalliga

Da der TSV 1860 München die Zulassung für die 3. Liga nicht erhalten hat, hatte sich für den sportlich abgestiegenen TSV Havelse die Möglichkeit ergeben, weiterhin drittklassig zu spielen. Die Hannoveraner hatten alle notwendigen Unterlagen im Rahmen des Zulassungsverfahrens nachgereicht und am Donnerstag die Zusage des DFB erhalten, in der Spielzeit 2026/2027 in der 3. Liga starten zu dürfen.

Durch den Verbleib des TSV Havelse in der 3. Liga bleibt in der Regionalliga Nord ein Startplatz frei. Davon profitiert unter anderem die U23 des FC St. Pauli, die damit trotz des sportlichen Abstiegs wieder in der vierten Spielklasse antreten kann. „Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen des Klubs wird der Verein das neu gewonnene Startrecht wahrnehmen und ab sofort in die Planungen für die kommende Spielzeit einsteigen“, schrieb der NFV weiter.

Kader von St. Paulis U23 muss kurzfristig aufgepeppt werden

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann äußerte sich zwar erfreut über den ausbleibenden Abstieg, wusste aber auch, dass sich dadurch kurzfristig jede Menge Arbeit ergibt. „Dass unsere U23 nun doch in der Regionalliga spielen kann, ist eine gute Nachricht, bringt angesichts der Kurzfristigkeit aber auch Herausforderungen in der Kaderausrichtung mit sich“, wird er auf der Homepage des Kiezklubs zitiert.

Tatsächlich war die Personalplanung bisher auf die Oberliga Hamburg ausgerichtet. Nun gilt es natürlich, noch ambitionierte Akteure aufzutun, um in der Regionalliga wettbewerbsfähig zu sein. Zudem – aber das ist Spielklassen-unabhängig – sucht St. Pauli noch einen Trainer für die U23. Dass Interimslösung Karsten Neitzel nicht weitermachen würde in dieser Funktion, ist schon lange klar.

Kommentare öffnen