„Starke Auftritte“: Das sagt St. Pauli zum DFB-Pokal-Gegner im Viertelfinale
Das hätte Friedhelm Funkel dann doch etwas netter machen können. Die Trainer-Legende bescherte dem FC St. Pauli im DFB-Pokal-Viertelfinale ein Spiel bei Bayer Leverkusen. Im Februar fahren die Braun-Weißen als krasse Außenseiter an den Rhein – oder wie Trainer Alexander Blessin das Los kommentierte: „Als Favorit werden wir wohl nicht nach Leverkusen reisen.“
Klar, im DFB-Pokal-Viertelfinale gibt es eigentlich keine leichten Gegner mehr. Aber ein Heimspiel gegen Hertha BSC oder HSV-Bezwinger Holstein Kiel wäre beim Kiezklub sicherlich dankbarer aufgenommen worden als die Begegnung mit Bayer. Andererseits: Auch beim Achtelfinal-Auftritt in Mönchengladbach – keine 50 Kilometer von Leverkusen entfernt – war St. Pauli nur Außenseiter und fuhr doch als 2:1-Sieger zurück nach Hamburg.
„Hätten uns Spiel am Millerntor gewünscht“
„Wir hätten uns natürlich ein Spiel am Millerntor gewünscht, aber wir nehmen die Auslosung an, wie sie ist“, erklärte Sportchef Andreas Bornemann und gab sich zuversichtlich: „Besonders gegen die großen Klubs der Bundesliga haben wir bereits starke Auftritte gezeigt.“ Das Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer verlor St. Pauli im September unglücklich mit 1:2.
St. Pauli braucht einen neuen Boll
Im DFB-Pokal trafen beide Vereine bislang zweimal aufeinander. Im Oktober 1976 verlor St. Pauli nach 1:0-Führung noch 1:3 nach Verlängerung bei Bayer. Im August 2007 revanchierten sich die Kiezkicker mit einem 1:0-Erfolg – allerdings am heimischen Millerntor, das Fabian Boll mit seinem Treffer in der 87. Minute zum Beben brachte.
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Gespielt werden soll zwischen dem 3. und 11. Februar, da alle vier Begegnungen an unterschiedlichen Tagen angesetzt werden. Im Spitzenspiel des Viertelfinales empfängt Bayern München RB Leipzig, Hertha begrüßt den SC Freiburg und Kiel tritt zu Hause gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart an.
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