FC St. Pauli
Das Millerntor kennt er noch gar nicht: So überzeugte St. Pauli Neuzugang Mathisen
Als er nach Deutschland kam, hörte er schnell, dass Spiele am Millerntor zu den ganz besonderen gehören. Jetzt unterschrieb Marcus Mathisen beim FC St. Pauli – und wartet immer noch aufs Stadion-Debüt.
Begrüßungsvideos sind gang und gäbe, wenn der FC St. Pauli neue Spieler verpflichtet hat. Und trotzdem hat der Clip, den der Kiezklub zuletzt bei YouTube gepostet hat, etwas Ungewöhnliches. Zum einen wegen der schier epischen Länge von deutlich über vier Minuten. Und dann kommt man nicht um den Eindruck umhin, die Liaison mit Marcus Mathisen hätte ausnehmend Gewinner.
Gleich in mehrere Sequenzen des Filmchens stellt der Däne glaubhaft klar, wie viel ihm der Move auf den Kiez bedeutet. Zum Beispiel bei der Erinnerung ans erste Anklopfen. „Als ich zum ersten Mal vom Interesse des FC St. Pauli hörte – ich glaube, ich saß gerade im Auto am Steuer, meine Frau neben mir –, rief mein Berater an und sagte: ,Ich habe mit St. Pauli gesprochen.‘ Da sah ich sofort den Blick meiner Frau und dachte mir: ,Oh, das ist ja klasse.‘ Ich hatte das Gefühl: Das ist etwas, das ich unbedingt machen muss. Also sagte ich meinem Berater: ,Das ist eine riesige Chance für mich – sag ihnen unbedingt, dass ich interessiert bin.‘“
Marcel Rapp überzeugte Marcus Mathisen vollends vom FC St. Pauli
Dem Wunsch ist der Berater offensichtlich nachgekommen. Und schon nach dem ersten Gespräch mit Marcel Rapp war der ehemalige Magdeburger noch mehr Feuer und Flamme. „Wie Marcel Rapp über meine Rolle im Team sprach … da spürte ich, dass er ein Trainer mit einer klaren Idee ist. Er weiß genau, wie man spielen muss und wie er mich einsetzen will. Das war mir wichtig.“
Dazu dann noch das Argument Hamburg an und für sich („Für mich wohl die beste Stadt Deutschlands. Außerdem bin ich nah an meiner Familie in Dänemark“) – und ein Makel, den es sehr, sehr bald auszumerzen gilt. Denn Marcus Mathisen hat noch nie einen Fuß ins Millerntor gesetzt! Sehr zu seinem eigenen Verdruss, denn freiwillig ist das nicht so gekommen.
Marcus Mathisen hat noch nie am Millerntor gespielt
„Als ich nach Deutschland kam, war das genau das Spiel, auf das sich alle meine Teamkollegen am meisten freuten“, erinnert er sich zurück an seine Zeit beim SV Wehen Wiesbaden. „Doch leider zog ich mir in der Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel gegen St. Pauli eine kleine Verletzung zu. Das war, glaube ich, tatsächlich das einzige Auswärtsspiel, das ich in der ganzen Saison verpasst habe. Deshalb freue ich mich riesig darauf, dort nun als Heimspieler aufzulaufen.“
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