„Das interessiert null“: St. Pauli ist bereit für den nächsten Schritt
Es gab eine ähnliche Ausgangssituation ja schon einmal, und das ist noch gar nicht so lange her. Ende Oktober hatte der FC St. Pauli mit einem dramatischen Sieg im DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim eine Niederlagenserie in der Liga unterbrochen, auf Aufschwung gehofft – und war danach krachend baden gegangen. Nun, da der 2:1-Erfolg im Cup bei Borussia Mönchengladbach erst ein paar Tage jung ist, soll es anders laufen am Samstag in Köln (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de).
Sie waren so erleichtert gewesen vor einigen Wochen nach dem Elfer-Krimi am Millerntor, wenige Tage später sollte aber statt einer Fortsetzung die bisher wohl schlechteste Leistung der Saison folgen. 0:4 hieß es gegen Gladbach, die erfolgreiche Revanche vom Dienstag weckt nun Erinnerungen an die Zeit. Wiederholen sollen sich die Ereignisse aber auf keinen Fall, und warum es diesbezüglich berechtigte Hoffnungen gibt, dafür lieferte Alexander Blessin Argumente.
Die Kurve zeigt sichtbar nach oben
„Es ist der Weg der kleinen Schritte“, erläuterte der St. Pauli-Trainer. Tatsächlich war die Leistung gegen Hoffenheim vor gut einem Monat zwar auch sehr in Ordnung, hatte sich in den Partien zuvor aber nicht angedeutet. Aktuell indes hat nicht nur Blessin die Wahrnehmung, dass es zwar langsam, aber stetig aufwärtsgeht. Das Heimspiel gegen Union Berlin vor knapp zwei Wochen, so seine These, hätte man mit der aktuellen Stabilität nicht verloren. Beim bitteren 0:1 „war es dann eine Unaufmerksamkeit“, die St. Pauli um den Lohn gebracht hatte.
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Der nächste Schritt sei dann bei den Bayern (1:3) erfolgt, „dann der nächste in Gladbach. Und man sieht auch, dass das Vertrauen wieder zurückkommt in das, wie wir spielen wollen“. Auch wie die Spieler jetzt wieder miteinander kommunizieren, verleiht Blessin Zuversicht, denn auch diesbezüglich hatte er Defizite festgestellt. „In dieser schweren Zeit hätte ich mir da schon das ein oder andere Mal gewünscht, dass wir uns mehr helfen.“ Da gehe es um Abstände, um Höhen, „da geht es um die Bereitschaft, mehr oder weniger alles reinzuhauen“.
Drittes Auswärtsspiel binnen acht Tagen
Die haben alle Protagonisten in München und in Mönchengladbach unter Beweis gestellt – und das werden sie in Köln ein drittes Mal binnen acht Tagen tun müssen. „Es interessiert keinen, dass Köln eine normale Woche hatte und es für uns das dritte Spiel ist.“ Und das sämtlich auswärts übrigens. „Das ist scheißegal, das interessiert null“, untermauerte Blessin. „Wir müssen die gleiche Art und Weise, die gleiche Intensität an den Tag legen wie in den letzten zwei Spielen, darauf haben sich die Jungs auch schon in der Analyse nach Gladbach eingeschworen. Nur dann können wir den nächsten Schritt machen.“
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