FC St. Pauli
„Dann gewinnen wir!“ Kaars gibt nach Traumtor für St. Pauli eine Prognose ab
„20 Meter? Immer schießen!“ Kaars trifft auch von außerhalb des Strafraums - und würdigt seine „Vorarbeiter“ Fujita und Hrgota.
Aus St. Paulis Sicht war es der Höhepunkt des XXL-Tests gegen Deportivo A Coruña: Mit einem Traumtor in den Giebel erzielte Martijn Kaars beim 2:2 die zwischenzeitliche 2:1-Führung. Danach verriet er, wie St. Pauli auch zum Zweitliga-Auftakt gegen Fürth erfolgreich sein kann.
Sein Rezept ist klar: „20 Meter oder näher vor dem Tor – immer schießen!“, gab Kaars als Parole aus, nachdem er aus rund 19 Metern seinen Treffer erzielt hatte. Nach einer durchwachsenen Erstliga-Saison eine Wohltat für den einstigen Zweitliga-Torjäger des 1. FC Magdeburg.
Kaars spielt jetzt „etwas mehr als Zehner“
An seine 19 Treffer für den FCM in der Saison 2024/25 möchte der Niederländer wieder anschließen – wobei die Art und Weise des Toreschießens sich beim Kiezklub ausdifferenziert hat. „In Magdeburg hieß es für die Stürmer immer: In die Box! Meine Tore dort waren alle aus dem Strafraum“, erzählt Kaars. „Jetzt habe ich in den Testspielen schon zwei Tore von außerhalb gemacht, weil ich auch etwas mehr als Zehner spiele.“ Trainer Marcel Rapp freute sich: „Wenn er frei zum Schuss kommt, dann kann man schon mal aufspringen zum Jubeln.“
Der Abstieg in die Zweite Liga – für St. Paulis Nummer 19 könnte er den Knoten zum Platzen bringen. „Wir spielen jetzt etwas offensiver und versuchen immer, Pressing zu machen“, freut sich Kaars über die Neuausrichtung unter Rapp: „So ist es ein wenig einfacher, Tore zu machen.“
Wir spielen jetzt etwas offensiver und versuchen immer zu pressen. So ist es ein wenig einfacher, Tore zu machen
Erst recht, wenn sie gut vorbereitet werden, wie gegen A Coruña durch Joel Fujita und Branomir Hrgota. „Sie wollen immer nach vorn spielen und haben schon gezeigt, dass sie auch Vorlagen geben können. Das ist schön für einen Stürmer“, würdigte Kaars seine „Vorarbeiter“ und betonte: „Ein Vorteil ist auch, dass Joel Rechtsfuß ist und Braner Linksfuß.“
„Gute Joker-Spieler sind immer eine Stärke“
Auch sein Sturmkollege Taichi Hara traf. Der Japaner feierte mit seinem kuriosen Kopfball zum 1:0 Tor-Premiere für den FC St. Pauli. Mitte der zweiten Hälfte kam Ricky-Jade Jones für ihn ins Spiel. Für Kaars haben beide Angriffspartner ihre Vorzüge. „Ricky ist etwas schneller, Taichi mehr der Techniker und kopfballstark“, erklärte Kaars. „Wir können alle drei die Position spielen, das ist dann auch schwer für die Gegner. Gute Joker-Spieler sind immer eine Stärke für eine Mannschaft.“
Das sieht Coach Rapp ganz ähnlich: „Wir können für jedes Spiel schauen, was passt.“ Bei aller erwünschten Rotation hat sich Kaars in der Vorbereitung allerdings den Status als Nummer-eins-Stürmer erarbeitet – und erknipst.
Dass sein Traumtor nicht zum Sieg gegen den spanischen Erstliga-Aufsteiger reichte, trübte Kaars’ Stimmung vor dem Zweitliga-Auftakt am nächsten Sonntag gegen Greuther Fürth nicht. „Die Gegentore waren unglücklich, normalerweise können wir auch 2:0 gewinnen“, resümierte Kaars: „Aber wenn wir das nächste Woche besser machen, dann gewinnen wir.“
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