„Da orientieren sich viele“: FCH-Trainer Schmidt schwärmt von St. Pauli-Profi
Um klare Worte ist der Mann noch nie verlegen gewesen. Frank Schmidt ist auch deswegen eine gefühlte Ewigkeit Trainer des 1. FC Heidenheim, weil er sich zu artikulieren versteht, und so redet er auch nicht um die Bedeutung der Partie beim FC St. Pauli herum. Eine Vokabel lässt er dabei aber gar nicht gelten, dafür verleiht er seinem Respekt vor dem gegnerischen Kapitän deutlich Ausdruck.
Er hatte eine solche Frage offenbar erwartet. Und so machte sich bei Schmidt schnell ein Lächeln breit, als er bei der Pressekonferenz auf einen vermeintlichen „Showdown“ am Millerntor angesprochen wurde. „Ich habe nichts von einem Showdown gesagt“, konterte er und argumentierte: „Es ist der 14. Spieltag. Es gibt danach keine Tabelle, die bis zum Saisonende Gültigkeit hat.“ Natürlich, es sei „ein wichtiges Spiel“, weil es gegen einen direkten Konkurrenten ginge. „Das gewinnt man lieber, als dass man es nicht gewinnt.“
Der 1. FC Heidenheim kennt St. Paulis Situation bestens
Beim Kontrahenten erkennt Schmidt derweil deutliche Parallelen zur eigenen Historie. „St. Pauli hat eine ähnliche Geschichte wie wir im letzten Jahr.“ Nach einem sehr guten Start folgte „eine sehr schwierige Phase. Aber sie haben die Defensive wieder stabilisiert, und mit Jackson Irvine hat sich die Statik verändert“, sagte er und lobte: „Er tut ihnen gut, ist laufstark, ein Box-to-Box-Spieler, gefährlich bei Standards. Da werden sich viele St. Pauli-Spieler dran orientieren.“
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Doch nach zuletzt zwei Last-Minute-Siegen bei Union Berlin und gegen Freiburg ist die Brust natürlich breit an der Brenz. „Uns ist bewusst, dass St. Pauli den Anspruch hat, zu Hause gegen uns zu gewinnen. Aber logischerweise haben wir was dagegen.“ Schmidt erinnerte ans erste Bundesliga-Jahr des FCH: „Da haben wir vor der Winterpause drei Siege am Stück geholt, und das hat uns im Kampf um den Klassenerhalt durch die Rückrunde getragen. Wir hätten nichts dagegen, wenn wir das wiederholen würden.“
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