Ausfall gegen St. Pauli: Bremen kommt wohl ohne ehemaliges HSV-Talent
Die Anzahl der positiven Überraschungen bewegt sich bei Werder Bremen in dieser Saison im überschaubaren Rahmen. Zu den raren Ausnahmen zählt in Karim Coulibaly ein ganz junger Mann, der sich binnen Rekordzeit freigeschwommen hat in der Liga, das Gros seiner Jugendzeit bei Hamburger Vereinen verbracht hat – und ausgerechnet im Nordderby beim FC St. Pauli am Sonntag mit großer Wahrscheinlichkeit auszufallen droht.
Geboren wurde er im Mai 2007 zwar in Oldenburg, dennoch absolvierte Coulibaly seine gesamte fußballerische Jugendzeit und Ausbildung in Hamburg. Beim Bramfelder SV ging es los, 2016 zog es ihn dann zu Barmbek-Uhlenhorst und im März 2018 schließlich zum HSV. Dort durchlief der Innenverteidiger sämtlich Stationen bis zur U19 – und vollzog dann einen eigentlich verbotenen Wechsel.
Werder auf St. Pauli wohl ohne Coulibaly
Die Rivalität zwischen dem HSV und Werder hat Tradition und ist noch einmal intensiver als die beider Hamburger Klubs. Dennoch tauschte Coulibaly im Sommer 2024 die Rothose gegen Grün-Weiß, wurde im vergangenen Sommer zu den Profis hochgezogen und performte auf Anhieb. Lediglich beim ersten Saisonspiel in Frankfurt und nach einer Gelb-Rot-Sperre am 15. Spieltag in Augsburg stand der 1,91-m-Mann nicht in der Startelf. Und ausgerechnet jetzt, bei der Rückkehr an die Elbe, wird er wohl wieder passen müssen.
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Beim Heimspiel gegen die Bayern am vergangenen Samstag (0:3) hatte Coulibaly nach rund einer Stunde angeschlagen ausgewechselt werden müssen, zu Wochenbeginn gab es dann nach einer MRT-Untersuchung die Diagnose. „Eine strukturelle Muskelverletzung im Oberschenkel“ wurde nach Vereinsangaben gefunden, also mindestens ein Faserriss.
„Einsatz beim FC St. Pauli auf jeden Fall fraglich“
„Wir werden von Tag zu Tag schauen, wie es Karim geht. Sein Einsatz für das Spiel am Sonntag beim FC St. Pauli ist aber in jedem Fall fraglich“, erklärte Cheftrainer Daniel Thioune. Normalerweise beträgt die Ausfallzeit bei einer strukturellen Muskelverletzung immer mindestens zwei, drei Wochen, von daher käme es schon einem medizinischen Wunder gleich, wenn Coulibaly am Millerntor mitwirken könnte.
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