Endspiel auf St. Pauli? Das heiße Restprogramm aller Abstiegskandidaten
Beim Abpfiff am späten Freitagabend war man sich beim FC St. Pauli nicht sicher, was der eine Punkt durch das 1:1 gegen den 1. FC Köln wohl wert gewesen sein möchte. Nach den restlichen Partien des 30. Spieltags ist klar: insgesamt zu wenig. Dennoch gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, mindestens einen Kontrahenten in der Tabelle zu überholen. Wahrscheinlicher ist aktuell jedoch, selbst noch geschluckt zu werden.
„Natürlich wollen wir St. Pauli Druck machen“, sagte Wolfsburgs Stürmer Dzenan Pejcinovic nach dem überraschenden 2:1 beim 1. FC Union Berlin. „Ich glaube, dass viele Leute wollen, dass wir absteigen, aber wir haben gezeigt, dass wir noch am Leben sind.“ Was Trainer Dieter Hecking ähnlich beurteilte. „Ja, wir haben gegenüber St. Pauli ein Tor gutgemacht, wir haben zwei Punkte gutgemacht“, sagte er, bremste aber auch: „Wir sind immer noch Vorletzter.“
Wolfsburg will „Endspiel“ auf St. Pauli
Das könnte sich schon am nächsten Spieltag (16. Mai) ändern, im dramatischsten Fall auch erst am allerletzten. Denn der Spielplan beschert dem Erstliga-Abstiegskampf noch einiges an direkten Duellen. Im Fall von St. Pauli (26 Punkte) ist dies am nächsten Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) das wegweisende Match beim abgeschlagenen Schlusslicht 1. FC Heidenheim (19). Es folgen Heimrecht gegen den vermutlich geretteten 1. FSV Mainz 05 (3. Mai), die hohe Auswärtshürde Leipzig (9. Mai) und eben am 34. Spieltag die Partie am Millerntor gegen Wolfsburg.
„Wir werden alles dafür tun, damit wir dieses Endspiel bekommen“, kündigte Dieter Hecking an. Sein VfL hat jetzt 24 Zähler auf der Habenseite und bekommt es schon am Samstag mit einem noch einholbaren Konkurrenten zu tun, auch Borussia Mönchengladbach (31 Punkte) ist noch stark gefährdet. Danach geht es für die Wölfe nach Freiburg, zu Hause gegen die Bayern und schließlich an die Elbe.
HSV und Werder noch in St. Pauli-Reichweite
Inklusive Gladbach stehen gleich vier Klubs fünf Punkte vor St. Pauli und sind somit noch in Reichweite. Da wäre zunächst Werder nach dem 3:1 im Derby gegen den HSV, und auf die Bremer warten nur noch hohe Hürden. Grün-Weiß muss noch in Stuttgart und in Hoffenheim ran, an die Weser kommen noch der FC Augsburg und zum Abschluss Borussia Dortmund.
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Auch St. Paulis aktuell strauchelnder Stadtrivale hat ein amtliches Schlussprogramm zu absolvieren, beginnend mit dem Heimspiel gegen Hoffenheim am Samstagabend. Danach geht es nach Frankfurt, im Volkspark gegen den SC Freiburg und dann zu Bayer Leverkusen.
Gladbach nimmt den hergeschenkten sicheren Klassenerhalt als Bürde mit auf die Ziellinie, der 1:1-Ausgleich für die nun sicheren Mainzer fiel bekanntlich in der letzten Sekunde der Partie. Nun steht also der Trip nach Wolfsburg an, ehe der BVB bei den Fohlen aufdribbelt, die Reise nach Augsburg wartet und schließlich ein Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim.
Köln wohl kein Kiezklub-Konkurrent mehr
St. Pauli jüngster Kontrahent aus Köln hat die wohl besten Karten angesichts der nächsten Gegner. Der Effzeh bekommt es jetzt im Derby mit Leverkusen zu tun, tritt dann beim 1. FC Union an, sollte spätestens im Heimspiel gegen Heidenheim und somit vor den abschließenden 90 Minuten beim FC Bayern alles klargemacht haben.
Theoretisch noch in Nöte kommen könnte auch der 1. FC Union Berlin (32 Punkte). Die Eisernen müssen jetzt nach Leipzig, empfangen dann Köln, treten in Mainz an und haben schließlich Augsburg an der Alten Försterei zu Gast. Nach menschlichem Ermessen sollte da nichts mehr schiefgehen.
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