Bornemann: Welche Profis St. Pauli noch abgeben könnte – und welche nicht
Mit Innenverteidiger Tomoya Ando und Torhüter Emil Gazdov hat der FC St. Pauli in den wenigen Tagen der Transferperiode bereits zwei Neuzugänge eintüten können, eine Vakanz gibt es Stand jetzt lediglich noch im Angriff. Aber was tut sich noch in der Gegenbewegung? Wer kann, will oder wird den Kiezklub noch verlassen? Dazu bezog Sportchef Andreas Bornemann nach dem 0:0 im Test gegen Bremen Stellung.
Kurz und knapp wurde es, als das leidige Thema Eric Smith auf die Agenda kam. Die angeblichen Wechselabsichten des Schweden waren und sind regelmäßig Medien-Thema – aber eben auch nur dort. „Ich lese das, gucke Eric an, der zuckt mit den Schultern, dann zucke ich mit den Schultern“, erklärte Bornemann lachend. „Nächste Woche geht es wieder los, und er wird bei uns auf dem Platz stehen. Und das wird nach meiner Einschätzung auch bis zum Ende der Saison und darüber hinaus der Fall sein.“
Eric Smith wird beim FC St. Pauli bleiben
Während Smith als Stammkraft per se unverzichtbar ist, möchte St. Pauli auch sonst keine Akteure abgeben, die vielleicht nicht zur ersten Elf, aber an jedem Spieltag zum Kader zählen. Angesprochen wurde Bornemann auf Connor Metcalfe, der in dieser Saison bisher nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen ist, für Braun-Weiß aber trotzdem von immenser Bedeutung ist. „Bei ihm wissen wir immer, was wir kriegen“, erklärte Bornemann, „er kann jederzeit von Anfang an spielen.“
Natürlich hätte der australische Nationalspieler – auch im Hinblick auf die Weltmeisterschaft im Sommer – gern mehr Einsatzminuten. „Aber Connor war weder bei mir noch beim Trainer, um zu sagen, dass er unbedingt weg will. Für uns stellt das auch gar keine Überlegung dar.“
Erik Ahlstrand könnte den Kiezklub noch verlassen
Etwas anders ist der Fall Erik Ahlstrand gelagert. In seinen 45 Minuten gegen Bremen hat der Schwede einmal mehr gezeigt, dass er nicht weit weg ist von der Konkurrenz, aber der große Wurf ist ihm bis heute nicht gelungen. „Er ist jetzt seit zwei Jahren bei uns und macht immer wieder Schrittchen“, fasste es Bornemann zusammen. Aufstieg und Trainer-Wechsel hätten es für den 24-Jährigen unterm Strich aber eher schwieriger als leichter gemacht. Ahlstrand zählt zwar zu den ganz wichtigen Säulen, allerdings eben „nur“ in der U23.
St. Paulis Fin Stevens sucht einen neuen Verein
Entsprechend ist es nur natürlich, dass sich der Blondschopf und seine Berater nach Möglichkeiten umschauen, wo er auf höherem Niveau als Regionalliga regelmäßig Einsatzzeiten sammeln könnte. „Wenn dann was kommt, hören und schauen wir uns das an“, erklärte Bornemann, schränkte aber auch ein: „Einfach nur verleihen ist auch nicht der Schlüssel, das muss schon Sinn ergeben.“ Ahlstrand steht bei einigen Vereinen auf dem Zettel, bereits öffentlich ist das Interesse von Heracles Almelo (Niederlande).
Das könnte Sie auch interessieren: Wie es um Afolayans Zukunft bei St. Pauli steht
Noch extremer sei die Situation beim bedauernswerten Fin Stevens. Der ist nur Rechtsverteidiger Nummer drei im Kader, hat gegen Arkadiusz Pyrka und Manolis Saliakas keine Chance, kam beim Bremen-Test gar nicht zum Einsatz, darf aber als Nicht-EU-Ausländer im Nachwuchsbereich keine Spielpraxis sammeln. „Ein richtig schwieriges Ding“, weiß Bornemann. Sollte sich für den 22-jährigen Waliser bis Ende des Monats eine Option auftun, die ihm die Möglichkeit zu spielen bietet, dürfte St. Pauli ihm keine Steine in den Weg legen.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.