Nikola Vasilj mit blutiger Nase

Trotz blutiger Nase hielt Nikola Vasilj in Hoffenheim den Laden dicht. Foto: WITTERS

Blutige Nase, zig Paraden – aber St. Paulis Vasilj war „nicht zufrieden“

kommentar icon
arrow down

Wohl dem, der nach einer solch spektakulären Darbietung noch etwas an der eigenen Leistung auszusetzen hat. Neun Torschüsse hatte Nikola Vasilj in Hoffenheim auf die Kiste bekommen, darunter etliche richtig gefährliche, aber der Bosnier hatte sie alle pariert. Er war Garant für den 1:0-Erfolg des FC St. Pauli, glücklich aber war er maximal im Ansatz.

„Ich bin nicht zufrieden mit manchen Dingen heute“, sagte der 30-Jährige in den Katakomben der Arena im Kraichgau und befand: „Ich habe zweimal geschlafen.“ Generell, so betonte er, schaue er sowieso anders auf seine Darbietungen als die Öffentlichkeit. „Manchmal spiele ich zu null und bin nicht glücklich, manchmal kassiere ich zwei, drei Tore und sehe es als ein gutes Spiel. Aber insgesamt war es okay, ja, ein paar gute Paraden.“

Nikola Vasilj rettete St. Pauli gegen Hoffenheim mehrfach

Ein paar gute Paraden, die es durchaus wert sind, noch mal erwähnt zu werden. Zunächst jene gegen den frei durchgebrochenen Andrej Kramaric, dessen Lupf-Versuch Vasilj ebenso klärte wie den Nachschuss von Grischa Prömel (beides 8. Minute). Und ehe er im zweiten Durchgang noch den Kopfball von Ozan Kabak an die Querlatte bugsierte (80.) und schließlich in der Nachspielzeit den Kopfball von Fisnik Asllani um den Pfosten drehte (90.+2), hatte es noch ein weiteres Duell mit Prömel gegeben. Eines mit Folgen.

St. Pauli-Torhüter Nikola Vasilj musste einige Hoffenheimer Torschüsse abwehren. picture alliance / Eibner-Pressefoto | Wolfgang Frank
St. Pauli-Torhüter Nikola Vasilj pariert einen Schuss gegen Hoffenheim
St. Pauli-Torhüter Nikola Vasilj musste einige Hoffenheimer Torschüsse abwehren.

Vasilj war im Aufbau ein gravierender Fehlpass, der eigentlich Jackson Irvine erreichen sollte, unterlaufen, sodass Prömel frei vor ihm auftauchte. Den Abschluss hielt der Kiez-Keeper aus Nahdistanz, bekam dann aber unglücklich das Knie des Schützen ins Gesicht. Das sorgte sofort für Nasenbluten und generell für ein optisches Erscheinungsbild, als wäre er just einem Boxring nach einem Duell mit einem der Klitschko-Brüder entstiegen.

Der Torwart fühlt sich an St. Paulis Vorsaison erinnert

„Ich hoffe, die Nase ist nicht gebrochen“, sagte Vasilj. „Sie ist angeschwollen, ich spüre den Druck ein wenig, aber die Hauptsache war heute, dass mir nicht schwindelig war und dass ich zu Ende spielen konnte.“ Für den Moment sei alles es in Ordnung, „aber lasst uns abwarten, wie es morgen aussieht“.

Das könnte Sie auch interessieren: Die St. Pauli-Noten zum Husarenstück in Hoffenheim

Was dann auf jeden Fall noch im selben Gewand wie am Samstag daherkommen wird, ist das Ergebnis, das ihn an die Vorsaison erinnerte: „Wenn wir getroffen haben, war es unfassbar schwierig, unsere Defensive zu durchbrechen und gegen uns zu treffen. Ich glaube, das haben wir heute auch gezeigt in der zweiten Halbzeit.“

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test